Die Diskussionen um Joshua Kimmich und seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft reißen nicht ab. Nachdem der Bayern-Star zuletzt immer wieder in der Kritik stand, hat Bundestrainer Jürgen Klopp nun erneut deutlich Stellung bezogen. Für den 59-Jährigen steht außer Frage, dass Kimmich auch künftig eine wichtige Rolle im DFB-Team spielen wird. Gleichzeitig machte Klopp deutlich, dass der Konkurrenzkampf im Mittelfeld ausdrücklich erwünscht ist.
In den vergangenen Wochen wurde intensiv darüber diskutiert, ob die deutsche Nationalmannschaft ohne Kimmich möglicherweise besser funktioniert. Vor allem die Leistungen von Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof hatten die Debatte zusätzlich angeheizt.
Während einige Experten dem Bayern-Profi vorwerfen, das Spiel zu häufig zu verlangsamen oder zu viel Kontrolle übernehmen zu wollen, verteidigten andere den 31-Jährigen vehement. Auch zwischen Lothar Matthäus und Dietmar Hamann gingen die Einschätzungen zuletzt deutlich auseinander.
Klopp stellt klar: Kimmich bleibt wichtiger Bestandteil
Am Rande des Champions-League-Spiels zwischen dem FC Bayern und dem FC Arsenal äußerte sich Klopp bei DAZN erneut zur Situation.
Dabei ließ der Bundestrainer keinen Zweifel daran, dass er weiterhin auf Kimmich setzt. „Kimmich ist ein herausragender Spieler, der in unserem Team immer einen Platz haben wird. Aber wir brauchen ja auch mehr als einen Spieler im Mittelfeld, das ist ja klar“, erklärte der 59-Jährige.
Gleichzeitig lobte Klopp die Leistungen der beiden jungen Bayern-Profis Pavlovic und Bischof, die zuletzt im DFB-Mittelfeld überzeugt hatten. „Pavlovic und Tom haben es beide sehr gut bei uns gemacht, aber das heißt ja nicht, dass es mit Kimmich nicht funktioniert.“
Für Klopp ist die starke Entwicklung der beiden Nachwuchsspieler demnach kein Argument gegen Kimmich. Vielmehr sieht er darin zusätzliche Möglichkeiten für die personelle Gestaltung seiner Mannschaft.
„Für uns ist es wichtig, dass wir wissen, wen wir haben und wen wir dann aufstellen. Das entscheiden wir je nach Situation und danach, wer wie gespielt hat“, betonte der Bundestrainer.
Kimmich fehlte gegen Arsenal

Mit seinen Aussagen versucht Klopp, die anhaltende Diskussion um den Bayern-Star erneut zu entschärfen.
Eine automatische Startelfgarantie lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Vielmehr machte der Bundestrainer deutlich, dass die jeweilige Form und die taktischen Anforderungen bei der Aufstellung eine wichtige Rolle spielen.
Dass Pavlovic und Bischof zuletzt mehr Verantwortung übernehmen durften, ist für Klopp deshalb vor allem ein positives Signal mit Blick auf die Breite des deutschen Mittelfelds.
Beim Champions-League-Duell zwischen Bayern und Arsenal stand Kimmich unterdessen nicht auf dem Platz.
Der 31-Jährige fehlte aufgrund eines Trauerfalls im engsten Familienkreis. Der FC Bayern hatte den Ausfall am Mittwoch offiziell bestätigt und darum gebeten, die Privatsphäre des Spielers und seiner Familie zu respektieren.
Wann Kimmich wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren und für den Rekordmeister auflaufen wird, ist derzeit noch offen.
Sportlich bleibt seine Bedeutung für den FC Bayern und die Nationalmannschaft allerdings unbestritten. Zumindest aus Sicht von Jürgen Klopp gibt es keinen Grund, an der grundsätzlichen Qualität und Bedeutung des Mittelfeldspielers zu zweifeln.










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