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„Hat sehr, sehr wehgetan“: Mark Uth blickt auf bitteres Schalke-Kapitel zurück
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonIngo Krüger

„Hat sehr, sehr wehgetan“: Mark Uth blickt auf bitteres Schalke-Kapitel zurück

Seit seinem Rücktritt im Sommer 2025 ist es ruhiger um ihn geworden. Langeweile hat Mark Uth aber ganz bestimmt nicht. Der 35 Jahre ehemalige Stürmer des FC Schalke 04 ist als Trainee beim 1. FC Köln tätig, schnuppert bei den Domstädtern in den Trainerberuf hinein.

Wenn am Samstag (24. Oktober, 15:30 Uhr) mit Köln und Schalke zwei Klubs seiner eigenen Vergangenheit aufeinandertreffen, sitzt der ehemalige Nationalspieler mit Sicherheit als interessierter Beobachter vor dem Fernseher.

Von 2018 bis 2021 erlebte Uth bei Königsblau den Absturz hautnah mit. Als er sich S04 anschloss, hatte der Verein unter Domenico Tedesco (41) gerade die Vize-Meisterschaft hinter Branchenprimus Bayern München errungen. In der Champions League behaupteten sich die Knappen anschließend in ihrer Gruppe hinter dem FC Porto auf Platz zwei – vor Galatasaray Istanbul und Lokomotive Moskau. Im Achtelfinale erwies sich Manchester City dann allerdings als übermächtig.

Bereits in seinem ersten Jahr bei den Königsblauen erlebte Uth den Niedergang hautnah mit. Nach Platz 14 bzw. 12 im Folgejahr kam der brutale Absturz auf den letzten Rang mit lediglich drei Saisonsiegen. Den traurigen Tiefpunkt markierte eine Auswärtsniederlage in Bielefeld, die ein extremes Nachspiel haben sollte. Bei der Ankunft in Gelsenkirchen kam es rund um das Stadion zu wüsten Jagdszenen. Wütende Fans attackierten die Mannschaft. Videoaufnahmen dokumentierten später, wie Profis wie Uth um ihr Wohlergehen bangen und über den Arenaring flüchten mussten.

Von der Königsklasse ins Unterhaus

„Als ich zu Schalke gewechselt bin, waren sie Vizemeister und in der Champions League“, erinnert sich Uth jetzt in einem Interview mit transfermarkt.de. „Drei Jahre später mit Schalke abgestiegen zu sein, diese Gewissheit hat sehr, sehr wehgetan.“

Nach dem 0:1 in Bielefeld am 30. Spieltag stand der Gang ins Unterhaus auch rein rechnerisch fest. Im Anschluss kam es zu den Szenen, „die wirklich schwierig waren“, wie Uth formuliert. „Dass man uns um 3 Uhr nachts vor die Ultras gestellt hat, war nicht so schlau, da hätte man uns besser schützen können“, weist er auf Versäumnisse der Vereinsführung hin.

Mark Uth
Foto: imago images

Rückblickend bezeichnet Uth die Jahre in Gelsenkirchen als die größte Herausforderung in seiner Karriere. Besonders die Geisterspiele während der Corona-Pandemie und der permanente sportliche Druck hätten ihm zugesetzt. „Fast die komplette Zeit dort war Abstiegskampf, bis auf ein halbes Jahr“, resümiert der gebürtige Kölner, der insgesamt 59 Einsätze für S04 bestritt (7 Treffer, 6 Vorlagen).

„Nach dem Abstieg wollte ich nur noch nach Hause nach Köln und dort Fußball spielen“, blickt er zurück. Vier Jahre spielte er noch für den Effzeh, bevor er seine Fußballschuhe an den Nagel hing.

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