Footy
Viel Kampf, wenig Torgefahr: Schalkes Saisonstart in Zahlen
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonLukas Neth

Viel Kampf, wenig Torgefahr: Schalkes Saisonstart in Zahlen

Der FC Schalke 04 hat nach dem Aufstieg in die Bundesliga mit erheblichen Problemen im Offensivspiel zu kämpfen. Die 0:1-Heimniederlage gegen Mainz 05 legte die Schwächen erneut offen. Ein Blick auf die Statistiken zeigt: Königsblau fehlt es nicht nur an Toren, sondern bereits an der Kreation gefährlicher Angriffe.

Vier Treffer nach sechs Spielen: In dieser Kategorie steht Schalke am Tabellenende der Bundesliga. Bei der 0:1-Heimniederlage gegen Mainz gelang es den Königsblauen erneut nicht, ein Tor vor heimischem Publikum zu erzielen – die Fans warten damit weiter auf den ersten Treffer in der Veltins-Arena in dieser Saison.

Auch bei den Torschüssen ist die Mannschaft von Trainer Miron Muslic Schlusslicht. Laut den offiziellen Bundesligadaten kommt S04 bislang auf lediglich 57 Abschlüsse. Die geringe Ausbeute verdeutlicht, dass das Problem nicht allein bei den Stürmern liegt. Vielmehr gelingt es dem Aufsteiger zu selten, sich aussichtsreiche Möglichkeiten zu erarbeiten.

Wenig Ballbesitz, viele Fehlpässe

Die Schwierigkeiten beginnen im eigenen Ballbesitz und beim Spielaufbau. Mit rund 40 % hat Schalke den niedrigsten Ballbesitz-Wert der Bundesliga. Hinzukommt die schlechteste Passquote – nur 73 % der Pässe kommen beim Mitspieler an.

Die Folgen waren gegen Mainz deutlich zu sehen. Im letzten Drittel fehlten Ideen und Präzision, viele Zuspiele erreichten nicht den vorgesehenen Mitspieler. Dadurch kam Schalke kaum zu gefährlichen Abschlüssen aus dem laufenden Spiel. Standardsituationen blieben eine der wenigen Möglichkeiten, Druck auf den Gegner auszuüben.

Besonders problematisch ist, dass Königsblau den Ball zu selten kontrolliert durch die eigenen Reihen laufen lassen kann. Statt gegnerische Abwehrreihen mit gezielten Kombinationen auseinanderzuziehen, landet das Spiel häufig bei langen Bällen. Damit wird es schwierig, dauerhaft Druck aufzubauen und sich im gegnerischen Strafraum festzusetzen.

In anderen Bereichen kann Schalke mithalten

Allerdings zeichnen die Daten kein ausschließlich negatives Bild. Gerade in den direkten Duellen bringt die Mannschaft wichtige Qualitäten mit. Bei den gewonnenen Kopfballduellen liegt Schalke mit 172 sogar an der Spitze der Bundesliga. Auch bei den gewonnenen Zweikämpfen kann die Mannschaft von Miron Muslic überzeugen und steht mit 616 erfolgreichen Duellen auf Platz drei.

Kenan Karaman und Stefan Bell
Foto: Getty Images

Hinzu kommt eine hohe Laufbereitschaft. Rund 720 Kilometer sind die Schalker in dieser Saison gelaufen – Platz vier im Bundesligavergleich. Die bisher zurückgelegte Laufdistanz unterstreicht, dass es der Mannschaft nicht grundsätzlich an Einsatz fehlt. Die Probleme liegen vielmehr darin, den Aufwand in spielerische Lösungen und Torgefahr umzumünzen.

Für Muslic ergibt sich daraus eine klare Aufgabe. Schalke muss den Ball sicherer in den eigenen Reihen halten, Angriffe strukturierter aufbauen und häufiger in gefährliche Abschlusspositionen gelangen. Die robusten Werte in Zweikämpfen und Kopfballduellen können eine Grundlage sein. Solange die Offensive jedoch kaum Chancen produziert und die Passquote am Tabellenende liegt, bleibt der Aufsteiger vor allem vor dem gegnerischen Tor zu harmlos.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

Kommentare