Seine aktive Laufbahn neigt sich langsam ihrem Ende entgegen. Sebastian Polter schießt aber auch mit 35 Jahren immer noch seine Tore – seit Saisonbeginn für den SV Wilhelmshaven in der Oberliga Niedersachsen. Doch der Ex-Schalker bereitet sich schon intensiv auf die Karriere nach der Karriere vor.
„Player’s-Pathway“ nennt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das von ihm aufgelegte Programm, um ehemalige Aktive auf einen Job als Trainer oder Sportdirektor vorzubereiten. Aktuell nehmen insgesamt 20 aus dem Profifußball bekannte Ex-Spieler an der Weiterbildung teil. Darunter sind mit Sami Khedira (39) und Shkodran Mustafi (34) sogar zwei Weltmeister, wie der DFB stolz mitteilt.
Auch Spieler, die einst für den FC Schalke 04 aktiv waren, zählen zu den Teilnehmern, darunter Lewis Holtby (36), Mark Uth (35), Philipp Max (33), Pierre-Michel Lasogga (34) – und eben Polter.
Von 2022 bis Februar 2024 ging der 1,92-Meter-Riese für S04 auf Torejagd. Ganz glücklich wurde er beim Revierklub jedoch nicht. Ein Kreuzbandriss setzte ihn monatelang außer Gefecht. So standen am Ende nur 35 Einsätze mit fünf Treffern und sechs Assists in seiner königsblauen Bilanz. Die Blessur machte ihm letztendlich einen Strich durch die Rechnung und verhinderte, dass er seine Ankündigung aus den ersten Wochen einlösen konnte. „Am Ende des Tages musst du als Stürmer Tore schießen, dafür musst du in der Box sein“, erläuterte Polter sein Credo.
Keine einfache Zeit auf Schalke
Seit Beginn dieser Saison versucht der 125-malige Bundesligaspieler sein Vorhaben in der Oberliga Niedersachsen umzusetzen. Mit dem SV aus seiner Geburtsstadt Wilhelmshaven hat er sich zum Ziel gesetzt, in die Regionalliga aufzusteigen.

Doch Polter geht nicht nur aktiv auf Torejagd, sondern leitet gemeinsam mit Chefcoach Bi Le Tran (35) das Training der Jadestädter. Aktuell liegt der SVW auf Rang drei mit zwei Zählern Rückstand auf die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Die Reserve des Zweitligisten hat aber schon ein Spiel mehr absolviert. Dreimal in sieben Spielen hat der Routinier schon eingenetzt.
In der vergangenen Saison kickte Polter noch erstklassig. Mit Partizan Belgrad erreichte er Platz drei und hätte in dieser Spielzeit an der Qualifikation zur UEFA Conference League teilnehmen können. Doch er bevorzugte das Engagement in Wilhelmshaven. Sein Ziel ist, wie er dem kicker mitteilte, auch „abseits des Platzes Dinge anzuschieben, Abläufe weiter zu professionalisieren und dabei zu helfen, den SVW wieder zu einer echten Marke mit Strahlkraft für die gesamte Region zu machen“.









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