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„Hoffe, dass sie genervt sind“: BVB-Boss Ricken stichelt gegen Bayern
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

„Hoffe, dass sie genervt sind“: BVB-Boss Ricken stichelt gegen Bayern

Borussia Dortmund hat im Titelrennen der Bundesliga früh ein erstes Zeichen gesetzt. Während der FC Bayern am vergangenen Wochenende beim 0:0 auf Schalke erstmals Punkte liegen ließ, ist der BVB mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen perfekt in die neue Saison gestartet.

Mit neun Punkten steht Dortmund aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz. Spitzenreiter ist der punktgleiche SC Freiburg aufgrund des besseren Torverhältnisses. Die Bayern haben vor ihrem Auswärtsspiel bei der SV Elversberg erst vier Zähler gesammelt, allerdings auch eine Partie weniger absolviert.

Mit einem Sieg im Saarland könnten die Münchner am Sonntagabend auf den dritten Platz springen und den Abstand zum BVB wieder auf zwei Punkte reduzieren. Vorbeiziehen können die Bayern an diesem Spieltag allerdings nicht mehr.

Beim BVB wird die aktuelle Situation durchaus mit Freude zur Kenntnis genommen. Geschäftsführer Lars Ricken verzichtet zwar auf eine klassische Kampfansage in Richtung München, kann sich eine kleine Spitze gegen den Dauerrivalen aber nicht verkneifen.

„Hoffe, dass sie ein bisschen genervt sind“

Im Gespräch mit der BILD machte Ricken deutlich, dass das Verhältnis zwischen den beiden Klubs von gegenseitigem Respekt geprägt sei. Gleichzeitig weiß der 49-Jährige, dass Dortmund in den vergangenen Jahren sportlich zu selten in der Position war, die Bayern öffentlich herauszufordern.

„Es ist ein sehr respektvoller Umgang zwischen den beiden Vereinen. Nichtsdestotrotz haben wir den Bayern in den letzten Jahren aber auch nicht das Gefühl gegeben, dass eine Kampfansage raus muss an Sie. Ich will aber nicht verhehlen, dass ich hoffe, dass sie ein bisschen genervt sind. Wir kennen ja die Tabelle und sie stehen aktuell nicht da, wo sie ihrer Meinung nach hingehören. Wenn dieses Gefühl vorherrscht, würde ich mich freuen“, betonte Ricken.

Eine große Kampfansage klingt anders. Dennoch dürfte man in Dortmund durchaus hoffen, dass der eigene Traumstart den Druck auf den Titelverteidiger frühzeitig erhöht.

Die vergangenen Jahre haben schließlich gezeigt, wie schwer es ist, die Münchner über eine komplette Saison hinweg auf Distanz zu halten. Umso wichtiger wäre es für den BVB, selbst möglichst lange ohne größere Punktverluste zu bleiben.

Kommt es endlich wieder zum Bayern-BVB-Titelkampf?

FC Bayern vs. BVB
Foto: Getty Images

Nach drei Spieltagen ist es selbstverständlich noch viel zu früh, um von einem echten Zweikampf um die Meisterschaft zu sprechen. Dortmund hat mit neun Punkten aber zumindest die Grundlage dafür geschaffen, den Rekordmeister von Beginn an unter Druck zu setzen.

Die Bayern haben derweil bereits beim ersten Auswärtsspiel der Saison Federn gelassen. Gegen Schalke erspielte sich die Mannschaft von Vincent Kompany zwar Möglichkeiten, konnte beim torlosen Remis aber keine davon nutzen.

Nun wartet mit Elversberg der nächste Aufsteiger. Die Saarländer sind mit zwei Siegen ebenfalls hervorragend in ihre erste Bundesliga-Saison gestartet und stehen vor dem direkten Duell sogar vor den Münchnern.

Ein weiterer Punktverlust würde den Rückstand des FC Bayern auf Dortmund früh in der Saison anwachsen lassen. Genau darauf dürfte Ricken am Sonntag zumindest ein wenig hoffen.

Für einen echten Titelkampf braucht es schließlich vor allem eines: Konkurrenten, die die Bayern dauerhaft unter Druck setzen. Dortmund hat dafür mit seinem perfekten Start die ersten Voraussetzungen geschaffen – und Ricken hätte offenbar nichts dagegen, wenn man das in München bereits als störend empfindet.

Quelle: FCBinsideZum Original

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