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Jagd auf Kane: Diese Spieler greifen nach der Torjägerkanone
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Hetterich

Jagd auf Kane: Diese Spieler greifen nach der Torjägerkanone

Harry Kane geht wieder als großer Favorit auf die Torjägerkanone in die neue Bundesliga-Saison. Nach drei Titeln in Folge stellt sich vor dem Start vor allem eine Frage: Kann überhaupt jemand den Stürmer des FC Bayern stoppen?

Die Zahlen der vergangenen Saison wirken schon fast abschreckend. 36 Tore erzielte Kane in 34 Bundesliga-Spielen, sicherte sich damit zum dritten Mal in Serie die Torjägerkanone und dazu auch zum zweiten Mal den Goldenen Schuh als bester Liga-Torschütze Europas. Satte 17 Treffer lagen zwischen dem Engländer und seinem ersten Verfolger Deniz Undav. Kein anderer Spieler gewann die Kanone vorher in seinen ersten drei Bundesliga-Saisons.

Und Anzeichen dafür, dass Kane langsamer macht, gibt es nicht. In der vergangenen Saison erzielte er wettbewerbsübergreifend 61 Tore in 51 Pflichtspielen. Auch bei der WM netzte der mittlerweile 33-Jährige zuverlässig. Kurz vor dem Bundesliga-Start wurde er außerdem zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt.

Undav und Guirassy bleiben die ersten Verfolger

Wenn jemand Kane zumindest unter Druck setzen kann, dann spricht vieles für Deniz Undav. Der Stuttgarter spielte 2025/26 seine bisher beste Bundesliga-Saison und kam auf 19 Treffer. Kein Spieler der Liga gab mehr Torschüsse ab als der deutsche Nationalspieler, 121 Abschlüsse waren sogar mehr als Kanes 113.

Deniz Undav
Foto: Getty Images

Undav traf im Schnitt alle 118 Minuten und stellte einen persönlichen Bundesliga-Bestwert auf. Wettbewerbsübergreifend kam er für den VfB auf 25 Tore und 14 Vorlagen in 46 Spielen. Doch es gibt eine neue Variable, und die heißt Dzenan Pejcinovic. Stuttgart verpflichtete den 21-Jährigen im Sommer aus Wolfsburg. Dort gelangen ihm trotz des Abstiegs zwölf Tore in 34 Bundesliga-Spielen. Pejcinovic gibt Sebastian Hoeneß eine weitere echte Option im Sturmzentrum, Undav könnte dadurch wieder häufiger etwas zurückgezogen agieren.

Offensichtlicher ist die Rolle bei Borussia Dortmund. Serhou Guirassy bleibt die klare Nummer neun des BVB und damit einer der natürlichsten Kane-Jäger. 17 Bundesliga-Tore bedeuteten in der letzten Saison Rang drei. In seinen ersten beiden Bundesliga-Saisons für Dortmund machte Guirassy 38 Treffer in 63 Partien. Insgesamt stehen für ihn 81 Tore nach 134 Bundesliga-Einsätzen. In den vergangenen drei Jahren gehörte er jeweils zu den drei besten Torschützen der Liga.

Serhou Guirassy
Foto: IMAGO

Schick und Burkardt lauern dahinter

Hinter dem ersten Verfolger-Duo gehört auch Patrik Schick wieder zum engeren Kandidatenkreis. Der Tscheche traf in der letzten Saison 16-mal und belegte damit Rang vier der Torjägerliste. Anders als Undav oder Guirassy spielt Schick allerdings in einer Leverkusener Mannschaft, die nach mehreren personellen Veränderungen erst wieder ihre offensive Stabilität finden muss.

An seiner Abschlussqualität gibt es aber kaum Zweifel. Schick gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Strafraumstürmern der Bundesliga. Bleibt er gesund und erhält konstant Spielzeit, sind 20 oder mehr Treffer wohl immer möglich. Um Kane ernsthaft anzugreifen, müsste aber dessen Ausbeute deutlich sinken.

Ein interessanter Außenseiter ist Jonathan Burkardt. Seine 13 Bundesliga-Tore für Eintracht Frankfurt sehen erst einmal nicht nach Torjägerkanone aus. Doch wegen einer Wadenverletzung brauchte er nur 1340 Einsatzminuten dafür. Im DFB-Pokal eröffnete er die Saison schon mit einem Hattrick. Bleibt der 26-Jährige diesmal über eine ganze Saison fit, könnte er seine 13 Treffer deutlich überbieten.

Christopher Nkunku
Foto: Getty Images

Zwei ehemalige Torschützenkönige sind zurück

Mit Christopher Nkunku und Niclas Füllkrug kehren zwei Angreifer in die Bundesliga zurück, die wissen, wie sich die Torjägerkanone anfühlt. Kurios ist dabei, dass sich beide den Titel 2022/23 mit jeweils 16 Treffern teilten. Die größeren Chancen auf eine Top-Ausbeute besitzt wohl Nkunku. Der Franzose soll nach dem Abgang von Yan Diomande eine Schlüsselrolle in der Offensive übernehmen. Füllkrug wagt dagegen sein Comeback bei Werder Bremen.

Gibt es einen Überraschungskandidaten?

Dass ein klassischer Mittelstürmer die Torjägerkanone gewinnen muss, ist nicht garantiert. Michael Olise erzielte in der vergangenen Saison beispielsweise auch 15 Bundesliga-Tore (19 Assists). Für die Torjägerkanone spricht aber klar einiges gegen ihn, denn Kane schießt bei den Bayern die Elfmeter und steuerte so elf Tore in der letzten Saison bei.

Ähnlich interessant ist Said El Mala. Dem Kölner gelangen in seiner ersten kompletten Bundesliga-Saison direkt 13 Tore und das, obwohl er lange nicht einmal unumstrittener Stammspieler war. Nach dem gescheiterten Wechsel zum BVB bleibt der Youngster in Köln. Dass er Kane in diesem Jahr ernsthaft gefährdet, wäre aber eine gewaltige Überraschung.

Auch Pejcinovic ist eher ein Name für die Kategorie Überraschung. Zwölf Tore gelangen ihm mit 21 Jahren in einer Wolfsburger Mannschaft, die am Ende abstieg. In Stuttgart trifft er auf deutlich bessere Mitspieler. Seine größte Hürde wird Undav sein, denn beide könnten sich Einsatzzeiten und Tore gegenseitig wegnehmen.

Harry Kane im Trikot des FC Bayern während eines Spiels
Foto: IMAGO

Kane bleibt das Maß aller Dinge

Am Ende führt jede Prognose wieder zurück zu Kane. In der vergangenen Saison war seine Ausbeute sogar neun Treffer besser als die von Erling Haaland in der Premier League und elf Tore besser als die von Kylian Mbappe in Spanien. Dazu kommt das Umfeld. Bayern erzielte in der vergangenen Saison 122 Bundesliga-Tore und bietet Kane mit Spielern wie Olise eine enorme Zahl an Chancen. Selbst wenn der Engländer seine 36 Tore nicht wiederholt, dürfte die Marke für seine Konkurrenten bei deutlich über 20 Treffern liegen.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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