Harry Kane gehört zu den großen Anwärtern auf den Ballon d’Or 2026. Der Stürmer des FC Bayern hat sich mit seinen herausragenden Leistungen längst in den Kreis der Kandidaten für die prestigeträchtige Auszeichnung gespielt. Nun erhält der 33-Jährige prominente Unterstützung aus den eigenen Reihen. Trainer Vincent Kompany machte nach dem 2:2 gegen den FC Arsenal deutlich, dass er seinen Torjäger für einen würdigen Gewinner hält – und sich nach dem Ende der Abstimmung nicht länger zurückhalten möchte.
Kane hatte auch beim Champions-League-Kracher gegen seinen früheren Londoner Rivalen einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt. Der Engländer bereitete den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Alphonso Davies sehenswert vor und brachte die Münchner in der zweiten Halbzeit per Strafstoß mit 2:1 in Führung.
Doch nicht nur seine Torgefahr macht Kane für den FC Bayern so wertvoll. Der Angreifer übernimmt auch abseits des gegnerischen Strafraums eine zentrale Rolle im System von Kompany.
„Muss mich nicht mehr zurückhalten“
Nach dem Unentschieden gegen Arsenal wurde Kompany auf die Ballon-d’Or-Chancen seines Stürmers angesprochen.
Der Belgier machte dabei deutlich, dass er sich nach Abschluss der Abstimmung nicht mehr zu diplomatischen Aussagen verpflichtet sieht „Jetzt, da die Abstimmung vorbei ist, muss ich mich nicht mehr zurückhalten oder diplomatisch sein“, erklärte der 40-Jährige.
Anschließend verwies Kompany auf die sportliche Entwicklung des englischen Nationalspielers und dessen erste Titelgewinne mit dem FC Bayern. „Was Harry in den letzten Jahren am meisten gefreut hat, ist, dass er hier endlich seine ersten Mannschaftstitel gewonnen hat.“

Für Kane waren diese Erfolge von besonderer Bedeutung. Trotz seiner außergewöhnlichen Torquote hatte der frühere Tottenham-Star lange auf einen großen Mannschaftstitel warten müssen.
In München konnte er diesen persönlichen Makel endlich ablegen. Nun könnte mit dem Ballon d’Or die nächste große Auszeichnung folgen.
Kompany lobt Kanes Spielweise
Kompany begründete seine Unterstützung vor allem mit dem außergewöhnlichen Beitrag, den Kane für die gesamte Mannschaft leistet.
„Wenn er nun seine Karriere oder seine Saison mit dem Ballon d’Or krönen kann, wäre das angesichts der Art und Weise, wie er für die Mannschaft spielt, verdient.“
Tatsächlich hat sich Kane unter Kompany längst zu weit mehr als einem klassischen Mittelstürmer entwickelt.
Der Engländer lässt sich regelmäßig ins Mittelfeld zurückfallen, beteiligt sich am Spielaufbau und arbeitet intensiv gegen den Ball. Gleichzeitig bleibt er vor dem gegnerischen Tor einer der gefährlichsten Angreifer Europas.
Auch gegen Arsenal war diese Vielseitigkeit zu beobachten. Kane tauchte immer wieder tief in der eigenen Hälfte auf, unterstützte die Defensive und setzte offensiv entscheidende Akzente.
Mit seinen Aussagen macht Kompany deutlich, dass er bei der Bewertung seines Torjägers nicht ausschließlich auf Tore und Vorlagen schaut.
Ob Kane tatsächlich mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet wird, entscheidet sich bei der Preisverleihung am 26. Oktober.
Für seinen Trainer steht jedenfalls fest: Der Bayern-Stürmer hätte die Auszeichnung nicht nur wegen seiner individuellen Klasse, sondern vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Bedeutung für die Mannschaft verdient.










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