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Klopp versteht Bayern-Taktik nicht: So kontert Kompany die Kritik
FCBinsideFCBinside·VonTim Schoster

Klopp versteht Bayern-Taktik nicht: So kontert Kompany die Kritik

Jürgen Klopp hat mit seiner Kritik an der Spielweise des FC Bayern für Aufsehen gesorgt. Der Bundestrainer zeigte sich beim 2:2 gegen den FC Arsenal vor allem von der defensiven Ausrichtung der Münchner irritiert. Auf der Pressekonferenz nach dem Champions-League-Duell wurde Vincent Kompany mit den Aussagen konfrontiert. Der Bayern-Coach hatte zunächst allerdings wenig Interesse daran, sich auf eine öffentliche Taktik-Diskussion einzulassen.

Klopp hatte die Partie am Mittwochabend als Experte bei DAZN begleitet und bereits in der Halbzeitpause einige Fragezeichen hinter das Pressing des deutschen Rekordmeisters gesetzt. Besonders die wechselnden Zuordnungen gegen den Ball schienen den 59-Jährigen zu beschäftigen.

„Ich habe bis heute nicht abschließend verstanden, was Bayern gegen den Ball macht. Aber ich will mich einfach weiterbilden“, erklärte Klopp. Anschließend legte er nach: „Mal ist es hybrid, dann Mann gegen Mann, dann nicht gegen den Mann. Ich lerne immer noch.“

Kompany blockt Frage zu Klopp ab

Nach dem Abpfiff wurde Kompany auf der Pressekonferenz direkt mit der Einschätzung des Bundestrainers konfrontiert.

Der Belgier reagierte darauf mit einem Lächeln, wollte die Aussagen aber nicht weiter kommentieren. „Ja, dazu sage ich nichts. Nächste Frage“, entgegnete der 40-Jährige knapp.

Ganz ohne taktische Einordnung blieb die Pressekonferenz allerdings nicht. Besonders die ungewöhnliche Rolle von Harry Kane rückte anschließend in den Mittelpunkt.

Der englische Torjäger lässt sich unter Kompany regelmäßig weit zurückfallen und beteiligt sich sowohl am Spielaufbau als auch an der Defensivarbeit.

Für seinen Trainer ist diese Bewegungsfreiheit eine der großen Stärken des 33-Jährigen. „Was Harry sehr gut macht – ich habe ja selbst oft gegen ihn verteidigt: Manchmal ist er da, manchmal nicht, aber er kommt auf jeden Fall“, erklärte Kompany.

Kane sei auf dem gesamten Spielfeld unterwegs und treffe dabei „unglaublich oft die richtigen Entscheidungen“.

Kane räumt Probleme beim Bayern-Pressing ein

Harry Kane
Foto: IMAGO

Gegen Arsenal war diese besondere Rolle des Angreifers erneut deutlich zu erkennen.

Beim zwischenzeitlichen 1:1 durch Alphonso Davies bereitete Kane den Treffer mit einem starken Pass aus der Tiefe vor. Nach dem Seitenwechsel brachte er die Münchner per Elfmeter sogar mit 2:1 in Führung.

Dennoch gelang es dem Rekordmeister nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Declan Rice erzielte in der Schlussphase den Ausgleich für die Londoner.

Interessanterweise räumte Kane nach der Partie selbst ein, dass die Münchner gegen den Ball nicht immer die richtigen Lösungen gefunden hatten. „Normalerweise ist es recht klar, wen wir pressen. Aber es hat uns ein bisschen verwirrt, wie sie sich bewegt haben“, erklärte der Bayern-Star.

Die ungewohnten Bewegungen der Arsenal-Spieler hätten dafür gesorgt, dass sich die Mannschaft phasenweise weiter zurückziehen musste als ursprünglich vorgesehen.

Damit bestätigte Kane zumindest indirekt, dass das Münchner Pressing gegen den englischen Meister nicht durchgehend wie geplant funktionierte.

Während Klopp also weiterhin Fragen zur defensiven Organisation der Bayern hat, hält Kompany an seiner taktischen Ausrichtung fest. Dass sein System insbesondere gegen europäische Topmannschaften noch Verbesserungspotenzial besitzt, zeigte das Duell mit Arsenal allerdings ebenfalls.

Quelle: FCBinsideZum Original

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