Borussia Dortmund steht vor dem Bundesliga-Kracher gegen den FC Bayern. BVB-Trainer Niko Kovac übt im Vorfeld deutliche Kritik am VAR und fordert klare Entscheidungen.
Vor dem Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München hat BVB-Trainer Niko Kovac klare Erwartungen an das Schiedsrichtergespann formuliert. Besonders der zuletzt zurückhaltende Einsatz des Videoassistenten sorgt beim 55-Jährigen für Unverständnis.
„Ich merke im Moment, dass der VAR in den letzten Wochen sehr zurückhaltend ist. Das ist falsch“, erklärte Kovac am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Zwar liege die Verantwortung grundsätzlich beim Unparteiischen auf dem Rasen, dennoch erwarte er am Samstag (18:30 Uhr) „eine Top-Leistung. Nicht nur vom Schiedsrichter auf dem Platz, sondern auch von demjenigen, der im Keller in Köln sitzt“.
Als Beispiel für seine Kritik führte der Dortmunder Trainer das jüngste DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen (3:2) an. Dort hatte Schiedsrichter Robert Schröder nach einem Zweikampf zwischen Julian Ryerson und Mick Schmettgens auf Strafstoß für die Bremer entschieden. Für Kovac war diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. „Für mich gibt es da keine zwei Meinungen. Ich bin zu lange in diesem Geschäft, als dass mir das jemand erzählen kann, dass das ein Elfmeter war“, stellte der Kroate klar.
BVB-Trainer Kovac äußert sich zu Schiedsrichter Tobias Stieler
Bereits mehrfach seien aus seiner Sicht in dieser Saison fragwürdige Entscheidungen gegen Dortmund nicht vom VAR korrigiert worden. Für zusätzliche Brisanz sorgt die kurzfristige Änderung der Schiedsrichteransetzung. Ursprünglich sollte Daniel Siebert das Spitzenspiel leiten, fällt jedoch aufgrund einer Wadenverletzung aus.

Stattdessen übernimmt Tobias Stieler die Partie, unterstützt von VAR Matthias Jöllenbeck. Stieler stand zuletzt selbst in der Kritik. Beim Pokalduell zwischen dem Hamburger SV und Eintracht Frankfurt (1:3) verweigerte er den Hanseaten einen möglichen Strafstoß und räumte anschließend ein, dass ein Elfmeter die bessere Entscheidung gewesen wäre.
Auch beim BVB ist der 45-Jährige aufgrund früherer Entscheidungen nicht unumstritten. Kovac wollte die Personalie dennoch nicht weiter kommentieren. „Die Ansetzung des Schiedsrichters können wir nicht beeinflussen, wollen wir auch nicht“, betonte der Dortmunder Coach. Stattdessen vertraue er darauf, dass Stieler das prestigeträchtige Duell auf höchstem Niveau leiten werde.











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