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Mehr Fußball-Erlebnis: Nächster Zweitligist verbietet Stadion-Vlogs
fussball-news.defussball-news.de·VonJanis Kliesch

Mehr Fußball-Erlebnis: Nächster Zweitligist verbietet Stadion-Vlogs

Sogenannte „Stadion-Vlogs“ sind im Fußball über die letzten Jahren immer beliebter geworden. Viele Content Creator nehmen ihre Stadionbesuche auf und veröffentlichen die Videos anschließend auf Plattformen wie YouTube oder TikTok.

So gewähren sie ihren Zuschauern Einblicke in verschiedene Stadien, die Atmosphäre auf den Rängen und ihre persönlichen Erlebnisse rund um den Spieltag. Allerdings sorgt diese Form der Berichterstattung zunehmend für Diskussionen, da die Aufnahmen häufig auch kommerziell genutzt werden.

Erst im August hatte Dynamo Dresden deshalb angekündigt, kommerzielle Stadion-Vlogs stärker einzuschränken. Die SGD berief sich in diesem Zusammenhang auf den „Schutz der Medien- und Verwertungsrechte unserer TV-Partner sowie der Rechte der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden“. Außerdem unterstrichen die Sachsen den Wunsch der Fans, „ihr Stadionerlebnis ohne dauerhafte Kameras oder Aufnahmen in unmittelbarer Umgebung genießen zu können“. Nun scheint sich dieser Trend in der 2. Bundesliga fortzusetzen. Auch ein weiterer Klub möchte derartigen Aufnahmen künftig einen Riegel vorschieben!

Keine Stadion-Vlogs mehr bei Hertha BSC

Hertha BSC wird kommerzielle Stadion-Vlogs bei Spielen im Olympiastadion künftig konsequenter unterbinden. Das teilte der Hauptstadtklub am Donnerstag auf seiner offiziellen Website mit. „Fans sollen die Spiele, die Atmosphäre und die Unterstützung der Mannschaft erleben können, ohne dass das Stadiongeschehen von Kameras für kommerzielle Content-Produktionen begleitet wird“, so der Verein. Betroffen sind demnach insbesondere professionell produzierte und monetarisierte Videos, für die entsprechendes Kamera- und Produktionsequipment eingesetzt wird. Private Foto- und Videoaufnahmen für persönliche Zwecke bleiben hingegen weiterhin erlaubt.

Hertha BSC gegen 1. FC Magdeburg
Foto: IMAGO

Als Grundlage für diese Entscheidung verweist die Hertha auf die geltenden Ticket- und Stadionbestimmungen sowie die bestehenden Medien- und Verwertungsrechte. „Eine eigenständige kommerzielle Verwertung von Spieltags- und Stadioninhalten durch Dritte kann daher nicht ohne entsprechende Zustimmung des Vereins erfolgen“, heißt es. Weiter betont der Hauptstadtklub: „Die entsprechenden Regelungen bestehen bereits. Hertha BSC hat deren Durchsetzung in der Vergangenheit teilweise weniger konsequent gehandhabt. Dies wird sich künftig ändern. Der Verein wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und die bestehenden Bestimmungen entsprechend umsetzen.“

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Dynamo Dresden hatte bereits im August eine entsprechende Einschränkung angekündigt. Die Sachsen verwiesen damals ebenfalls auf den Schutz der Medien- und Verwertungsrechte ihrer TV-Partner sowie des Vereins. Darüber hinaus betonte die SGD, dass Fans sich ein Stadionerlebnis ohne Kameras oder Aufnahmen in unmittelbarer Umgebung wünschen. Mit Hertha BSC zieht nun ein weiterer Zweitligist Konsequenzen aus der zunehmenden Verbreitung kommerzieller Stadion-Vlogs.

Die Berliner führen die Tabelle des deutschen Unterhauses aktuell an. Das hängt mit der makellosen Bilanz der Mannschaft von Cheftrainer Stefan Leitl zusammen: Hertha BSC hat als einziges Team der 2. Bundesliga jedes der ersten sechs Saisonspiele gewinnen können. Am kommenden Sonntag möchte die Alte Dame diese Serie beim Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth fortsetzen – dann allerdings erstmals ohne Stadion-Vlogs.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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