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Neuer Wettbewerb? Verbände erwägen nächste Aktion gegen die FIFA
fussball-news.defussball-news.de·VonJonas Krause

Neuer Wettbewerb? Verbände erwägen nächste Aktion gegen die FIFA

Der Fußballweltverband FIFA befindet sich in einem tiefen Zwist mit zahlreichen Verbänden. Dazu gehören die UEFA und Concacaf, die nun ein eigenes Turnier planen. 

Nach wie vor ist die Stimmung zwischen der FIFA, allen voran dessen Präsidenten Gianni Infantino, und weltweiten Fußballverbänden angespannt. Ursächlich dafür waren insbesondere jüngere Pläne des Schweizers, der eine FIFA Forward Enterprise einführen und damit Rechte künftiger Weltmeisterschaften an Investoren verkaufen wollte.

Die beiden Kontinentalverbände UEFA und Concacaf sollen als Antwort darauf eine gemeinsame Nations League planen, die bereits 2028 starten könnte. Das Projekt soll nicht nur sportlicher Natur sein, sondern wird als politisches Signal gegen den FIFA-Boss Infantino gewertet.

Gemeinsame Nations League: Schon 2028 erstes Turnier?

Wie der britische Guardian berichtet, sollen die beiden Verbände konkrete Gespräche über eine gemeinsame Nations League führen. Insgesamt würden dann 96 Nationalmannschaften aus Europa, Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik an dem Projekt teilnehmen.

Dem Bericht zufolge soll das Turnier alle zwei Jahre stattfinden und könnte schon im Anschluss an die anstehende EM 2028 beginnen. Dabei orientiert sich das Format an der bestehenden Nations League. Es gibt also verschiedene Leistungs-Ligen, anschließend eine K.-o.-Runde und ein finales Final Four zur Ermittlung des Siegers.

Die Neuerung würde den Druck auf die FIFA weiter erhöhen, zugleich aber auch den Spielplan der Nationalmannschaften weiter aufblasen. Dennoch könnte es natürlich zu attraktiven Spitzenspielen kommen, wenn neben den europäischen Mannschaften künftig auch Teams wie die USA, Mexiko oder Kanada teilnehmen.

Aleksander Ceferin
Foto: Getty Images

Die Nations League würde die bisherige Wettbewerbsform auf rein europäischer Bühne ersetzen und hätte sicherlich einen positiven wirtschaftlichen Einfluss auf die Kontinentalverbände. Insbesondere Mexiko dürfte profitieren. Der mexikanische Verband hatte zuletzt sogar über einen Wechsel in den südamerikanischen Verband CONMEBOL nachgedacht, weil Concacaf wirtschaftlich weniger attraktiv ist. Langfristig könnten auch andere Konföderationen dem Turnier beitreten. Etwa der asiatische Verband (AFC) wurde in diesem Kontext bereits genannt. Einmal mehr zeigen die Pläne, wie groß der Machtkampf zwischen den größten Verbänden und der FIFA um die zukünftige Ausrichtung des Weltfußballs geworden ist.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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