RB Leipzig plant auch im kommenden Sommer große Transfereinnahmen. In der Budgetplanung für das nächste Geschäftsjahr sind Spielerverkäufe von rund 100 Millionen Euro vorgesehen.
Wie die Sport Bild berichtet, hat die Klubführung um Geschäftsführerin Tatjana Haenni und Sportchef Marcel Schäfer das Budget in der vergangenen Woche bei Gesellschafter Red Bull vorgestellt. Die Sachsen rechnen demnach mit Rekordeinnahmen von rund einer halben Milliarde Euro. Zum Vergleich: 2018 lag der Umsatz noch bei 109 Millionen Euro. Nur der FC Bayern und Borussia Dortmund erlösen in Deutschland mehr.
Lukeba, Nusa und Gomis gelten bei RB Leipzig als Verkaufskandidaten
Langfristig will Leipzig unabhängiger von Transfererlösen werden und setzt dafür auf Sponsoring, Medienrechte und internationale Vermarktung. Zudem greift bei neuen Verträgen eine Gehaltsobergrenze. Das Grundgehalt ist auf fünf Millionen Euro gedeckelt, 20 bis 30 Prozent des Gehalts werden nur bei einer Champions-League-Qualifikation fällig. Kurzfristig bleiben Verkäufe aber fester Bestandteil der Planung, wenn auch etwas weniger als zuletzt. In den vergangenen beiden Jahren nahm RB jeweils deutlich mehr ein, zuletzt über 180 Millionen Euro.

Hinter den geplanten Einnahmen stehen bereits mögliche Abgänge. Als Kandidaten gelten Verteidiger Castello Lukeba, dessen Wechsel für bis zu 80 Millionen Euro im Sommer platzte, Offensivspieler Antonio Nusa und Stürmer Tidiam Gomis. Gomis war 2025 für nur eine Million Euro aus Caen gekommen. Auch Romulo und Ezechiel Banzuzi haben einen Markt. Eine feste Verkaufsliste ist das allerdings nicht. Den Rekordverkauf von Yan Diomande für rund 125 Millionen Euro an Real Madrid hatte im Vorjahr niemand eingeplant.
Leichter würden sich die Leipziger von ihren Leihspielern trennen. Mit Lutsharel Geertruida, El Chadaille Bitshiabu, Conrad Harder, Arthur Vermeeren und Eljif Elmas sind gleich fünf Profis verliehen. Allein mit diesen Spielern könnte RB einen Großteil der eingeplanten Summe erzielen.
Eingerechnet sind allerdings auch die Einnahmen aus der Champions League. Für die Mannschaft von Martin Demichelis führt deshalb kaum ein Weg an der erneuten Qualifikation vorbei. Nach dem kräftezehrenden Sieg über Rot-Weiss Essen am gestrigen Dienstag wartet am Samstag Schalke 04.










Kommentare