Der Zusammenbruch von Bayern-Coach Vincent Kompany (40) bewegt die gesamte Trainerbranche. Auch Miron Muslic (44) hat die Nachricht nicht kalt gelassen. Er gibt einen Einblick, was der Vorfall in ihm ausgelöst hat.
Der Chef-Coach des FC Bayern München war am Freitagnachmittag (23. Oktober) während des U23-Trainings kollabiert. Der alarmierte Rettungsdienst rückte sofort an. Sogar ein Hubschrauber landete auf dem Gelände. Ein Rettungswagen transportierte Kompany schließlich in ein Krankenhaus in München. Inzwischen herrscht Gewissheit. Der Belgier wird dem Verein voraussichtlich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.
Max Eberl (53) stellte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel beim SC Freiburg (25. Oktober, 17:30 Uhr) klar, dass der Rekordmeister keinen Druck auf Kompany ausüben werde. „Er wird alle Zeit bekommen“, zitiert die BILD-Zeitung den Sportvorstand. Die Verantwortlichen des FC Bayern würden keine Fristen setzen und nicht anfangen, „irgendwelche Zeitkorridore aufzubauen“. Dem gesamten Umfeld müsse bewusst sein, dass der Ausfall länger andauere, meint Eberl. „Wir werden nicht von Tagen reden, wir werden von Wochen reden.“
Trainer-Job „sehr fordernd“
Die Anteilnahme unter den Trainerkollegen ist groß. Auch Muslic kennt den Stress, dem Fußballlehrer ausgesetzt sind, aus eigener Erfahrung. „Der Tag ist manchmal sehr, sehr lang“, zitiert der kicker den Schalke-Coach. Zudem sei der Job„ sehr fordernd“.

Ein Patentrezept hat auch der 44-Jährige nicht parat. Doch er berichtet, wie er versucht, den Kopf frei zu bekommen. „Deswegen ist eine – so sagen wir es in Österreich – ‚Coaching-Hygiene‘ sehr wichtig.“ Mal abschalten, sich nicht 24/7 mit Fußball zu beschäftigen, kann helfen.
„Ich wünsche Vincent nur das Allerbeste“, sendet Muslic Grüße gen München. Am 2. Spieltag hatte er bei dem spannenden 0:0 gegen München die Bekanntschaft mit Kompany gemacht. „Ich hoffe, es ist nicht so schlimm und wir sehen ihn bald wieder an der Seitenlinie“, setzt er auf eine baldige Rückkehr des Münchener Chef-Coachs.










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