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Rückkehrer mit ungleichen Karten: Nur einer hat auf Schalke Perspektive
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonLukas Neth

Rückkehrer mit ungleichen Karten: Nur einer hat auf Schalke Perspektive

Beim FC Schalke 04 gibt es zwei Rückkehrer – doch die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Während Adrian Gantenbein trotz neuer Konkurrenz gute Chancen auf weitere Einsätze hat, muss Bryan Lasme bei den Königsblauen mehr denn je um seine Perspektive kämpfen.

Die Länderspielpause kam für Schalke durchaus gelegen. Mit Gantenbein und Lasme kehrten zwei Spieler ins Mannschaftstraining zurück, die zuletzt verletzungsbedingt gefehlt hatten. Beide wollen nun wieder Anschluss finden. Doch während der eine auf eine echte Chance hoffen darf, ist der Weg für den anderen deutlich steiniger.

Gantenbein hatte sich Ende Juli am Sprunggelenk verletzt und verpasste dadurch mehrere Wochen. Gegen Rot-Weiß Oberhausen feierte der Schweizer schließlich sein Comeback und stand rund eine Stunde auf dem Platz.

Sein Problem: In seiner Abwesenheit hat sich die Konkurrenz auf der rechten Seite verändert. Junior Dina Ebimbe konnte die Gelegenheit nutzen und sich dort festspielen. Gantenbein muss sich deshalb zunächst hinten anstellen.

Der 25-Jährige weiß selbst um seine neue Situation. „Ich bin erstmal der Herausforderer“, stellte Gantenbein nach seiner Rückkehr klar.

Trotzdem sind seine Aussichten nicht schlecht. Der Schweizer kann auf der rechten Seite mehrere Rollen übernehmen und bietet Trainer Miron Muslic damit zusätzliche Möglichkeiten. Wenn Gantenbein wieder vollständig bei Kräften ist, dürfte er deshalb durchaus seine Chancen bekommen.

Lasme muss um seine Zukunft kämpfen

Noch komplizierter ist die Situation bei Bryan Lasme. Der Angreifer hatte zuletzt erneut mit einer Muskelverletzung zu kämpfen und fehlte entsprechend lange. Erst gegen Oberhausen kehrte der 27-Jährige nach 54 Tagen wieder auf den Platz zurück.

Von einem Durchbruch ist Lasme allerdings noch weit entfernt. Muslic machte bereits deutlich, dass der Offensivspieler Geduld benötigt. „Er hat noch einen sehr weiten Weg vor sich“, erklärte der Schalke-Trainer vor dem Bundesliga-Spiel gegen Elversberg.

Lasme muss sich somit erst wieder an das Niveau der Mannschaft heranarbeiten. Seine Geschwindigkeit kann ihn zwar zu einer interessanten Option machen. Doch angesichts der Konkurrenz in der Offensive wird es für ihn nicht leicht, regelmäßig auf Einsatzzeiten zu kommen.

Bryan Lasme
Foto: IMAGO

Neben Lasme kämpfen Edin Džeko, Moussa Sylla, Junior Adamu und Hee-chan Hwang um den Platz im Sturm. Wenn beide fit sind, dürften Karaman und Auchiche auf der Doppelzehn gesetzt sein – damit bleibt nur ein Startelfplatz für die Stürmer.

Außerdem galt Lasme bereits im Sommer als möglicher Verkaufskandidat. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Aktuell deutet wenig auf eine Verlängerung hin.

Während Gantenbein also vor einem neuen Anlauf bei Schalke steht, muss Lasme deutlich mehr investieren, um wieder eine feste Rolle zu bekommen. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining ist für beide ein wichtiger Schritt – ein Freifahrtschein für den Spieltagskader ist sie allerdings nicht.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

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