„Ayhan Tumani hat uns in den Gesprächen fachlich und menschlich überzeugt.“ Als Frank Baumann (50) den neuen Sportlichen Leiter der Schalker Knappenschmiede vorstellte, war er Feuer und Flamme für den 55-Jährigen. Nun benannte der Schalke-Boss noch einmal die Gründe für seine Entscheidung.
Am 1. Oktober 2026 übernahm Tumani auch offiziell sein Amt. Schon seit seiner Präsentation Mitte Juli arbeitete er sich in seinen neuen Job ein. Sein Fokus liegt auf der Verantwortung für die Teams U23, U19 und U17. Er löste Raffael Tonello (51) ab, der in den Scouting-Bereich unter Max Lüftl (32/Direktor Transfers und Scouting) gewechselt ist.
„Uns ist wichtig, dass wir eine übergeordnete Strategie haben und uns bei Schlüsselpositionen genau anschauen, welches Profil und welche Kompetenzen wir benötigen“, erläutert Baumann in einem aktuellen Vereinsinterview seine Kriterien für eine Jobvergabe. Für die Knappenschmiede fiel die Wahl des Schalker Sportvorstandes auf Tumani.
„Ayhan ist ein absoluter Fachmann in der Nachwuchsarbeit, insbesondere im Übergangsbereich“, gerät Baumann regelrecht ins Schwärmen für den Mann, der acht Jahre die Nachwuchsabteilung des SC Paderborn 07 leitete. „Das betrifft sowohl die Spielerentwicklung als auch die Entwicklung der Trainer.“ Der S04-Vorstand bescheinigt Tumani „die nötige Führungskompetenz“. Zudem sei dieser „ein großer Teamplayer“. Die Entscheidung für den Ex-Zweitligaprofi von Hannover 96 und Arminia Bielefeld sei daher eindeutig gewesen: „Aus dem Kandidatenkreis ist er als unser absoluter Wunschkandidat hervorgegangen.“
„Gute Spieler ausbilden“
Gerade Vereine, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, sind immer wieder aufs Neue auf Talente angewiesen, die den Weg in den Profikader finden. Baumann definiert, was eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit ausmacht. Drei Dinge seien für ihn dabei entscheidend: „Scouting, die Überzeugung der Spieler, zu Schalke zu kommen, und die Ausbildung.“ Der Vize-Weltmeister von 2002 fordert daher: „In allen drei Bereichen müssen wir gut sein.“

Der Blick in die Historie zeigt, dass der FC Schalke 04 schon seit vielen Jahren Fußball-Rohdiamanten veredelt, die später im Profibereich als Edelsteine funkeln. Manuel Neuer (40), Mesut Özil (37), Olaf Thon (60) oder auch Benedikt Höwedes (38) begannen ihre Karriere in der Knappenschmiede.
Baumann setzt auf potenzielle Nachfolger. „Wir müssen Talente frühzeitig erkennen, ihnen die Perspektiven bei Schalke aufzeigen und sie von unserem Weg überzeugen“, sagt der Sport-Vorstand des Bundesligarückkehrers. „Gleichzeitig müssen wir die Ausbildungsqualität weiter erhöhen und unsere Trainer entwickeln, damit wir am Ende gute Spieler ausbilden.“









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