Der FC Bayern lässt sich einen neuen Star rund 50 Millionen Euro kosten. Sky-Reporter Florian Plettenberg hat jedoch seine Zweifel zur Rolle des Neuzugangs.
Ismael Saibari gehört zu den prominentesten Neuzugängen des FC Bayern in diesem Sommer. Der 25-Jährige soll die Offensive von Vincent Kompany variabler machen und kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden. Doch genau mit Blick auf die Rolle des Marokkaners gibt es auch Zweifel.
Sky-Reporter Florian Plettenberg äußerte sich kritisch zur sportlichen Perspektive des Neuzugangs, sobald Kompany wieder sein komplettes Personal zur Verfügung steht.
„Ich weiß nicht, wo er spielen soll, wenn alle fit sind“, erklärte der Transfer-Insider bei Sky.
Tatsächlich ist die Konkurrenz in der Bayern-Offensive enorm. Saibari selbst machte bei seiner offiziellen Vorstellung am Freitag keinen Hehl daraus, auf welcher Position er sich am wohlsten fühlt. „Meine Lieblingsposition ist auf der Zehn, das weiß jeder“, erklärte der marokkanische Nationalspieler.
Genau dort ist allerdings Jamal Musiala zu Hause. Der 23-Jährige arbeitet nach seinen Verletzungsproblemen weiter daran, wieder seine alte Form zu erreichen und ist grundsätzlich als zentrale Figur in der Bayern-Offensive eingeplant.
Saibaris Flexibilität soll zum Trumpf werden
Saibari sieht sich allerdings keineswegs ausschließlich als Zehner. „Aber ich kann verschiedene Positionen bekleiden, im Spiel wechselt man sowieso immer. Ich kann auch auf der Seite spielen und etwas tiefer“, betonte der Neuzugang.
Damit ergeben sich für Kompany mehrere Möglichkeiten. Neben dem offensiven Mittelfeld kann Saibari auf den Flügelpositionen eingesetzt werden. Auch eine Rolle als Alternative zu Harry Kane im Sturmzentrum ist denkbar. Bei der Weltmeisterschaft kam der 25-Jährige für Marokko bereits in der Spitze zum Einsatz und erzielte dort drei Treffer.
Dass die Münchner gerade diese Vielseitigkeit gesucht haben, machte Sportvorstand Max Eberl bei Saibaris Vorstellung deutlich. „Beide Transfers – von Nene Brown und Ismael Saibari – zeigen, dass wir auf Flexibilität setzen wollen, Spieler die unterschiedliche Positionen spielen können und etwas Neues in unser Spiel bringen können, was wir vielleicht letzte Saison noch nicht so hatten“, erklärte Eberl.
Der Bayern-Boss verriet zudem, dass Saibari bereits länger beobachtet wurde. Besonders sein Auftritt im direkten Duell mit dem FC Bayern habe die Verantwortlichen nachhaltig beeindruckt. Danach intensivierten die Münchner ihre Bemühungen, ehe der Transfer schließlich zustande kam.
Wie setzt Kompany Saibari ein?
Welche konkrete Position Saibari unter Kompany einnehmen wird, ist allerdings tatsächlich noch nicht abschließend geklärt. Der Spieler selbst bestätigte am Freitag, dass es darüber noch kein ausführliches Gespräch mit dem Trainer gegeben habe. „Ich habe mit dem Trainer noch nicht genau darüber gesprochen. Ich habe mich auf meine Verletzung und das Comeback konzentriert. Wir werden sicherlich bald darüber sprechen“, sagte Saibari.

Nach seinem bei der Weltmeisterschaft erlittenen Muskelfaserriss befindet sich der Neuzugang inzwischen wieder vollständig im Mannschaftstraining. Damit kann nun auch der sportliche Konkurrenzkampf beginnen.
Klar ist: Einen garantierten Stammplatz dürfte Saibari beim FC Bayern nicht bekommen. Seine Vielseitigkeit könnte jedoch genau der Grund sein, weshalb er trotz der hochkarätigen Konkurrenz regelmäßig zum Einsatz kommt.










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