Die mögliche Einführung von Playoffs sorgt in der Frauen-Bundesliga für Diskussionen. Im Vergleich zu anderen Vereinen zeigt sich der HSV aufgeschlossener.
Hintergrund ist die Ausschreibung der Medienrechte ab der Saison 2027/28. Die Liga will dabei vor allem ihre Reichweite steigern und stellt zwei Modelle zur Debatte. Neben dem bisherigen System gibt es eine Variante mit sieben zusätzlichen Entscheidungsspielen. Darunter würden Halbfinals und ein Finale um die deutsche Meisterschaft sowie drei Play-in-Partien im Kampf um einen weiteren Auf- und Abstiegsplatz fallen.
Für Eric Huwer steht dabei weniger die Veränderung des Wettbewerbs als vielmehr die Entwicklung des Frauenfußballs im Mittelpunkt. „Lass uns doch mal neue Wege begehen, lass uns mal progressiver denken“, sagte der HSV-Finanzvorstand dem Deutschlandfunk. Entscheidend sei für ihn der mögliche Mehrwert durch die Medienvermarktung: „Wenn die TV-Anstalten darin einen Mehrwert sehen und das gut ist für die nachhaltige Entwicklung des Frauenfußballs, dann sind wir als HSV dafür offen.“

HSV-Boss bringt Bundesliga-Konferenz ins Spiel
Damit positioniert sich der HSV zumindest grundsätzlich anders als die beiden dominierenden Klubs des deutschen Frauen-Fußballs. Bayern-Direktorin Bianca Rech hatte die Pläne als mögliche „Abwertung der Liga“ bezeichnet, Wolfsburgs Geschäftsführer Dieter Hecking sprach von einem „eher kontraproduktiven Eingriff in den Wettbewerb“.
Huwer plädiert derweil auch mit Blick auf den Spielplan für grundlegende Änderungen. Ein fester Konferenz-Spieltag am Sonntagnachmittag könnte seiner Ansicht nach zusätzliche Aufmerksamkeit schaffen. Ein mögliches Duell mit der 2. Bundesliga der Männer schrecke ihn dabei nicht ab: „Die Konkurrenz dürfen wir dann auch als Frauen-Top-Liga in Kauf nehmen.“ Schließlich sei die Zielgruppe ohnehin „jünger und familiärer“.









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