Er ist einer der ältesten und erfahrensten Profis im Schalker Kader. Robin Gosens blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, in der er ein Nachwuchsleistungszentrum nie von innen gesehen hat. Jetzt sprach er über die Unterschiede zur neuen Generation von Stars, die er deutlich spürt.
Vor allem sei die neue Generation „noch mal ein Stück weit sensibler, als wir das waren“, sagte er im Podcast Copa TS von Tommi Schmitt. „Wir sind noch als Spieler groß geworden, die auch mal etwas akzeptieren konnten, die auch mal leise sind, die auch mal im Stillen einfach weitergearbeitet und auf ihre Chance gewartet haben“, erläuterte der 24-malige deutsche Nationalspieler.
S04-Star gibt Einblicke in neue Umgangsformen
Inzwischen habe sich die Umgangsform gewandelt. Es komme eine Generation hinterher, die immer ein Widerwort gebe, sich sofort angegriffen und schlecht behandelt fühle und immer eine Erklärung haben wolle. Komme diese Erklärung nicht, würden junge Spieler den Berater anrufen und sagen: „Ey, pass auf, ich habe hier keine Chance, ich will zum nächsten Verein.“ Aus seiner Sicht fehlt bei vielen jungen Talenten also das Durchhaltevermögen.

Entsprechend verändere sich aus seiner Sicht auch das Anforderungsprofil an die Trainer. Im zwischenmenschlichen Umgang seien Kommunikation und Empathie mittlerweile entscheidender als in der Vergangenheit. „Das wird mit die wichtigste Aufgabe von zukünftigen Trainern sein, die in das Business reinströmen“, so Gosens weiter.
Gosens Plädoyer fürs Lockerbleiben
Nach der Heimpleite gegen Mainz am Wochenende hatte der Schalke-Star davor gewarnt, in Panik zu verfallen. S04 erlebte einen durchwachsenen Saisonstart: Aktuell steht Platz 15 nach einem Unentschieden gegen den FC Bayern und einem Auswärtssieg bei Union Berlin. Zu Hause stehen zudem drei Heimspiele ohne eigenen Treffer zu Buch.
Gosens’ Heilmittel gegen die angespannte Stimmung: „Einfach lockerbleiben.“ Er mahnte außerdem die Extreme im Fußballgeschäft an. Wenn man gewinne, sei alles top und man dürfe sich alles erlauben, ohne dass Fragen gestellt werden. Ohne Siege sehe die Welt oft schnell anders aus.









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