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Pokalsieg mit Makeln: 3 Dinge muss der HSV in Dortmund besser machen
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Pokalsieg mit Makeln: 3 Dinge muss der HSV in Dortmund besser machen

Die Pflicht ist erfüllt, die erste Hürde genommen. Mit einem letztlich souveränen 3:0-Erfolg beim SC Verl hat der HSV den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals geschafft und damit einen gelungenen Pflichtspielstart hingelegt.

Nach einer schwachen Anfangsphase, in denen der Drittligist die bessere Mannschaft war, fand sich der HSV erst zum Ende der ersten Halbzeit. Albert Grønbæk brachte den Favoriten auf die Siegerstraße, ehe der Däne und Youngster Louis Lemke direkt nach dem Seitenwechsel per Doppelschlag für die schnelle Vorentscheidung sorgten.

Am Ende des Tages gewann der Bundesligist die Partie so, wie es von einem Favoriten erwartet werden darf. Trotzdem offenbarte der Auftritt in Ostwestfalen auch einige Schwachstellen. Gegen den Tabellenvorletzten der 3. Liga blieb das ohne Folgen. Am Samstag (18.30 Uhr) dürfte das gegen Bundesliga-Vizemeister Borussia Dortmund schon ganz anders aussehen. Drei Punkte fielen in Verl besonders auf.

Im Ballbesitz fehlte dem HSV die nötige Präzision

Vor allem in der Anfangsphase agierte der HSV überraschend fehleranfällig. Die Mannschaft verlor viele Bälle bereits im Spielaufbau, Zuspiele kamen häufig zu ungenau oder mit zu wenig Schärfe. Trainer Merlin Polzin erklärte nach der Partie zwar, dass die zahlreichen langen Bälle gegen das aggressive Verler Pressing durchaus Teil des Matchplans gewesen seien. Gleichzeitig räumte er ein: „Die Pässe sind nicht so gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben.“

Tatsächlich hinterließen weder das Kurzpassspiel noch die langen Verlagerungen einen ausgereiften Eindruck. Gegen Dortmund wird der HSV deutlich sauberer agieren müssen, um sich aus Drucksituationen befreien und selbst längere Ballbesitzphasen haben zu können.

Mehr Kompaktheit in der Defensive gefragt

Auch das Defensivverhalten dürfte die Verantwortlichen nicht restlos überzeugt haben. Dass der HSV trotz seiner numerischen Unterlegenheit, was Abschlüsse und Ballberührungen im gegnerischen Strafraum angeht, keine einzige klare Torchance zuließ, lag in allererster Linie an der fehlenden Durchschlagskraft der Verler Offensive.

Sebastiaan Bornauw
Foto: IMAGO

Auffällig: Immer wieder waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. Die Norddeutschen übten zu wenig Druck auf den Ballführer aus und ermöglichten dem Drittligisten mehrfach kontrollierte Vorstöße bis in gefährliche Zonen. Gegen die hohe individuelle Qualität des Dortmunder Angriffs dürfte eine derart lockere Raumaufteilung deutlich härter bestraft werden. Der HSV wird kompakter verteidigen und aggressiver gegen den Ball arbeiten müssen.

Einige Neuzugänge brauchen noch Zeit

Mit Martin Adeline und Patson Daka vertraute Polzin gleich zwei Offensiv-Neuzugängen in der Startelf. Beide deuteten ihre Klasse zwar an, nahmen insgesamt aber nur wenig Einfluss auf die Partie. Die Ausnahmen: Daka bereitete das 1:0 durch Grønbaek vor, Adeline war entscheidend am Ballgewinn vor dem dritten Treffer beteiligt. Darüber hinaus blieben die Neuankömmlinge jedoch weitgehend unauffällig.

Zusammen kamen sie lediglich auf 78 Ballkontakte, nur einer davon fand im gegnerischen Strafraum statt. Dabei hatte gerade Daka in der Vorbereitung bereits vielversprechende Ansätze gezeigt. In Verl wurde jedoch deutlich, dass beide Offensivkräfte noch ein wenig Zeit benötigen, um sich vollständig in die Abläufe der Mannschaft einzufügen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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