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Zur Pause ausgewechselt: Polzin nimmt HSV-Profi in Schutz
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Zur Pause ausgewechselt: Polzin nimmt HSV-Profi in Schutz

Für Jordan Torunarigha war der gebrauchte HSV-Nachmittag gegen Mainz 05 schon zur Halbzeit beendet. Nach 45 desolaten Minuten und einem 0:2-Rückstand reagierte Merlin Polzin mit einem Dreifachwechsel.

Dass ein Trainer nach einer derart verkorksten Hälfte gleich drei Veränderungen vornimmt, dürfte niemanden verwundern. Ebenso wenig überrascht es, wenn auf einen Zwei-Tore-Rückstand eine offensivere Ausrichtung folgt. Dass ein Abwehrspieler aus Leistungsgründen allerdings schon nach 45 Minuten vom Feld geholt wird, sieht man eher selten.

Torunarigha musste eben jene Höchststrafe am Sonntagnachmittag über sich ergehen lassen. Immer wieder unterliefen dem Routinier Fehler, zudem wirkte er wie schon beim 0:2 in Dortmund nicht immer stand fest. Ganz generell fand der HSV gegen kompakt verteidigende Mainzer überhaupt keine Lösungen, produzierte gefährliche Ballverluste und blieb im ersten Durchgang sogar ohne eigenen Torschuss.

Polzin setzte nach Wiederanpfiff daher ein klares Signal. Neben Torunarigha mussten auch Bilal Nadir und Martin Adeline weichen. Stattdessen kamen Shafiq Nandja, Fabio Vieira und Patson Daka.

Fabio Vieira, Patson Daka
Foto: IMAGO

HSV will „immer gemeinsam durch diese Phasen gehen“

Dass insbesondere Torunarighas Auswechslung dabei aus Leistungsgründen erfolgte, bestätigte Polzin nach dem Schlusspfiff. „Es war eine sportliche Entscheidung“, stellte der HSV-Coach klar. Gleichzeitig bemühte er sich ausdrücklich darum, seinen Innenverteidiger nicht zum Sündenbock des bitteren 0:5 zu machen.

„Die Jungs wissen auch, dass wir immer gemeinsam durch diese Phasen gehen. Es geht nie darum, Einzelne herauszustellen“, erklärte Polzin. Die Mannschaft habe insgesamt nicht das gezeigt, „was unseren Ansprüchen und unserer Qualität entspricht“. Deshalb gelte auch für Torunarigha: „Er gehört wie alle anderen zur ersten und zur zweiten Halbzeit mit dazu.“

Dass die frühe Auswechslung für den Abwehrspieler trotzdem kein angenehmer Moment war, weiß auch sein Trainer. „Sicherlich nicht schön“, sei die Situation für Torunarigha gewesen. Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht. Am kommenden Wochenende wartet mit RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr) bereits die nächste schwere Aufgabe. Dort bietet sich Torunarigha und dem gesamten HSV die Möglichkeit, eine Reaktion zu zeigen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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