Der FC Schalke diskutiert über die richtige Rolle für Edin Dzeko. Drei ehemalige S04-Torjäger haben eine klare Meinung zum 40-Jährigen.
Welche Rolle kann Edin Dzeko in dieser Bundesliga-Saison noch für den FC Schalke 04 spielen? Nach dem 0:0 gegen die SV Elversberg wird über diese Frage verstärkt diskutiert. Drei frühere Schalke-Torjäger bewerten die Situation des 40-Jährigen gegenüber der BILD unterschiedlich – grundsätzlich trauen sie ihm aber weiterhin wichtige Momente zu.
Klaas-Jan Huntelaar hält vor allem Einsätze von der Bank für vielversprechend. Schalkes Spielweise dürfte in dieser Saison häufiger auf schnelle Gegenangriffe ausgelegt sein, was nicht unbedingt zu Dzekos Stärken passt. Insbesondere als Joker könne dessen Abschlussqualität jedoch entscheidend werden. „Denn er weiß instinktiv, wo das Tor steht. Wird er eingewechselt, dann trifft er normalerweise auch“, sagte Huntelaar.
Simon Terodde sieht die Diskussion um das Alter des Bosniers ohnehin kritisch. Dzeko sei „ein absoluter Weltstürmer“ und könne der Mannschaft nicht nur sportlich helfen. Besonders bei Heimspielen, in denen die Königsblauen selbst das Spiel gestalten müssen, könnten seine Qualitäten gefragt sein. „Kein anderer Stürmer im Kader ist so eiskalt vorm Tor und keiner kann Bälle so gut behaupten“, erklärte Terodde.
Schalke und Dzeko: Kuranyi glaubt an den Klassenerhalt
Etwas zurückhaltender fällt die Einschätzung von Kevin Kuranyi aus. Der frühere Schalke-Profi verweist auf die veränderten Anforderungen nach dem Aufstieg. „Seine Rolle in der 2. Liga ist ganz anders als in der Bundesliga“, sagte Kuranyi. Mit inzwischen 40 Jahren seien insbesondere Geschwindigkeit und Ausdauer nicht mehr mit früheren Zeiten vergleichbar.

Gleichzeitig hebt er Dzekos Erfahrung hervor und geht davon aus, dass Trainer Miron Muslic passende Einsatzmöglichkeiten für ihn finden wird. „Es wird keine einfache, es wird eine harte Saison. Aber am Ende schafft Schalke den Klassenerhalt – auch mit dem einen oder anderen Dzeko-Tor.“
Auslöser der jüngsten Diskussion war Dzekos Startelfeinsatz gegen Elversberg. Der Angreifer konnte sich beim torlosen Remis nur selten entscheidend in Szene setzen und wurde später ausgewechselt. In der vergangenen Zweitliga-Saison hatte er dagegen mit wichtigen Treffern seinen Beitrag zum Schalke-Aufstieg geleistet. Eine dauerhafte Stammplatzgarantie dürfte daraus in der Bundesliga nicht entstehen. Die Aussagen der drei Ex-Stürmer zeigen jedoch: Gerade als Spezialist für bestimmte Spielsituationen könnte Dzeko für Schalke noch wertvoll werden.









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