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Ex-HSV-Star Holtby will Trainer werden – und lobt den Polzin-Deal
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Ex-HSV-Star Holtby will Trainer werden – und lobt den Polzin-Deal

Lewis Holtby hat seine Schuhe im Sommer an den Nagel gehängt. Dem Fußball den Rücken kehren will der frühere HSV-Profi aber keineswegs.

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere arbeitet der 36-Jährige bereits an einem neuen Kapitel. Dabei hat er ein klares Ziel vor Augen: die Trainerbank. „Mein Ziel ist es, anschließend den Fußballlehrer zu machen und danach im professionellen Fußball zu arbeiten. Da habe ich richtig Bock drauf“, erklärte Holtby im Gespräch mit dem SHZ. Der ehemalige Nationalspieler nimmt aktuell an einem Lehrgang für Ex-Profis teil, über den er innerhalb eines Jahres die B- und A-Lizenz erwerben kann. „Ich muss am Rasen stehen, mit Menschen zusammenarbeiten“, betonte er. Nach 19 Jahren als Profi ist er überzeugt: „Ich glaube, dass ich dem Sport noch viel geben kann.“

Besonders aufmerksam verfolgt Holtby weiterhin die Entwicklung des HSV. Zwischen 2014 und 2019 absolvierte der Mittelfeldspieler 138 Pflichtspiele für die Hanseaten und erlebte dabei die wohl turbulenteste Phase der jüngeren Vereinsgeschichte. Mehrfach rettete sich der HSV erst in letzter Sekunde vor dem Abstieg, ehe 2018 schließlich der Gang in die 2. Bundesliga folgte.

Lewis Holtby
Foto: IMAGO

Holtby blieb dem Klub dennoch treu und ging mit in Liga zwei. Unter Christian Titz gehörte er anfangs zu den Leistungsträgern, verlor unter Hannes Wolf jedoch seinen Stammplatz. Sein HSV-Kapitel endete im Frühjahr 2019 letztlich unschön, nachdem er aufgrund von internen Differenzen vor dem Spitzenspiel bei Union Berlin aus dem Kader gestrichen wurde. Trotz dieses unrühmlichen Abschieds ist die Verbindung zum Klub HSV abgerissen. Bereits 2018 unterschrieb Holtby sogar eine lebenslange Mitgliedschaft.

Holtby von Polzin-Verlängerung überzeugt

Umso positiver bewertet er die aktuelle Entwicklung des Vereins. Besonders die Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin imponierte ihm. „Obwohl der HSV eine kritische Phase hatte, bricht nicht gleich alles auseinander, sondern sie verlängern mit dem Trainer trotzdem“, sagte Holtby. Früher wäre das wohl anders gelaufen: „Vor ein paar Jahren hätte man das Angebot zurückgezogen und einen neuen Trainer geholt.“

Für Holtby ist das ein Zeichen dafür, dass sich die Rothosen verändert haben. „Man erkennt da schon eine Struktur, eine klare Identität und eine Positivität, die der Verein zurückgewonnen hat“, lobte er. Oder wie er es selbst formuliert: „Es ist schon ein anderer HSV geworden.“ Ein Urteil, das gerade aus seinem Mund besonderes Gewicht besitzt.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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