Der HSV sicherte sich nach dem Aufstieg die Dienste von Yussuf Poulsen und plante mit ihm als Leistungsträger. Nach einer komplizierten ersten Saison erfüllen sich die Erwartungen zunehmend.
Der Angreifer drückte den vergangenen beiden Ligapartien seinen Stempel auf. Nach dem erfolgreichen Joker-Einsatz gegen Köln ließ Merlin Polzin ihn in Hoffenheim starten. Es dauerte bis zur zwölften Minute, ehe Poulsen bereits zur Stelle war. Nach einem Pfostenschuss von Nicolás Capaldo staubte er aus kurzer Distanz ab und bejubelte sein bereits zweites Saisontor. In der gesamten letzten Spielzeit war es lediglich eines.
Immer wieder standen Poulsen Verletzungen im Weg, sodass er es insgesamt nur auf magere 321 Einsatzminuten brachte. Nach fünf Spieltagen hat er bereits die Hälfte dieses Wertes erreichte. „Ich habe diese Saison im Oktober schon mehr Trainingseinheiten als in der ganzen letzten Saison. Dieses Jahr ist die Situation ganz anders, weil ich einfach fit bin. Letzte Saison war ich zu keinem Zeitpunkt richtig fit. Weil ich kein einziges Mal länger als drei Wochen am Stück trainiert habe“, erklärte der Däne seinen Aufschwung (via Bild).

HSV: Poulsen hätte Auszeichnung gerne an Muheim abgegeben
Abseits seines Tores überzeugte er erneut mit einer enormen physischen Präsenz, ließ die gegnerischen Innenverteidiger das ein oder andere Mal an sich abperlen. „Ich kann derzeit auf einem Niveau spielen, was ich letztes Jahr nicht konnte“, so Poulsen mit Blick auf das regelmäßige Training. Dennoch wird seine Belastung weiterhin durch das Trainerteam gezielt dosiert. Im Test gegen Kopenhagen (2:0) holte ihn Merlin Polzin nach einem leichten Schlag auf die Wade bereits nach 19 Minuten vom Feld.
Im Nachhinein erwies sich die Maßnahme als richtige Entscheidung, konnte Poulsen in Hoffenheim immerhin 59 Minuten mitwirken. „Der Körper macht gut mit. Ich bin froh, dass ich langsam in eine Verfassung komme, in der ich eine Stunde Vollgas geben kann“, betonte der bereits kurz vor Spielende zum Man of the Match gekürte Poulsen. Die Auszeichnung hätte er gerne an Miro Muheim weitergereicht, der mit einer butterweichen Flanke das Debüttor des eingewechselten Terem Moffi einleitete und in der Nachspielzeit mit einem wunderbaren Distanzschuss den spektakulären 3:2-Auswärtserfolg sicherte.
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Der sich gerade im TV-Interview befindende Muheim lehnte aber lächelnd ab. Der als Mannschaftsspieler bekannte Poulsen dürfte auf die Wahl ohnehin keinen großen Wert legen, würde aber auch in den kommenden Wochen immer wieder in Frage kommen, falls er das aktuelle Formhoch bestätigt. Im nächsten Heimspiel gegen Stuttgart dürfte er zum zweiten Mal hintereinander in Folge starten und damit eine weitere Marke überqueren, die er in der Vorsaison nicht erreichte.









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