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Nach Olise-Rot: Hat Kompany den Bayern-Sieg vercoacht?
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

Nach Olise-Rot: Hat Kompany den Bayern-Sieg vercoacht?

Der FC Bayern hat beim 3:3 gegen Viking Stavanger einen möglichen Champions-League-Sieg aus der Hand gegeben. Nach einer schwachen ersten Halbzeit drehten die Münchner einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Doch der Platzverweis von Michael Olise brachte die Mannschaft von Vincent Kompany aus dem Konzept. Neben dem Franzosen muss sich auch der Bayern-Trainer kritische Fragen gefallen lassen.

Bis zur Gelb-Roten Karte gegen Olise in der 74. Minute hatten die Bayern das Spiel nach der Pause klar dominiert. Stavanger wirkte zunehmend erschöpft und konnte dem Offensivdruck der Münchner kaum noch etwas entgegensetzen.

Nach dem Platzverweis änderte Kompany jedoch seine taktische Ausrichtung grundlegend.

Kompany setzt nach Olise-Rot auf Defensive

Der Belgier reagierte auf die Unterzahl mit defensiven Wechseln. Zunächst brachte er Josip Stanisic für Luis Díaz, wenig später ersetzte Hiroki Ito den offensiveren Ismael Saibari.

Damit standen in der Schlussphase sechs Defensivspieler, zwei zentrale Mittelfeldspieler und Harry Kane auf dem Platz.

Eine durchaus nachvollziehbare Reaktion angesichts der knappen Führung. Allerdings stellt sich die Frage, ob Kompany damit nicht zu viel Offensivqualität opferte.

Schließlich waren die Bayern selbst mit zehn Spielern individuell deutlich besser besetzt als die Gastgeber.

Bayern fehlte die Entlastung nach vorne

Joshua Kimmich
Foto: Getty Images

Durch die Wechsel fehlten den Münchnern schnelle Offensivspieler, die bei Kontern für Entlastung hätten sorgen können.

Statt Stavanger weiter unter Druck zu setzen, konzentrierte sich der Rekordmeister zunehmend auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs.

Das Risiko einer solchen Herangehensweise liegt auf der Hand: Ohne eigene Entlastungsangriffe steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner immer wieder in gefährliche Situationen kommt.

In der Nachspielzeit wurden die Bayern schließlich bestraft. Herman Haugen erzielte den Ausgleich zum 3:3.

Bemerkenswert: Nach dem Gegentreffer wurden die Münchner offensiv wieder aktiver und kamen sogar noch zu einer Gelegenheit auf den Siegtreffer.

Ob eine mutigere Ausrichtung den Punktverlust verhindert hätte, bleibt Spekulation. Dennoch darf hinterfragt werden, ob Kompany mit seinen Wechseln die richtige Balance zwischen defensiver Stabilität und offensiver Entlastung gefunden hat.

Quelle: FCBinsideZum Original

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