Bei seiner Rückkehr nach Hamburg weihte der ehemalige HSV-Star Rafael van der Vaart einen Bolzplatz am Helmut-Schmidt-Gymnasium ein. Am Rande der Veranstaltung sprach er über den HSV, gab seine Saisonprognose ab und teilte seine Meinung zu Trainer Merlin Polzin sowie zu Fábio Vieira.
Bei der Eröffnung kickte van der Vaart selbst ein wenig mit den Schülerinnen und Schülern, gestand dem Hamburger Abendblatt hinterher jedoch: „Fußballspielen ist nicht mehr mein Ding. Aber wenn man die Kinder sieht, ist das einfach super.“
Der Ex-Profi ist Botschafter der Johan Cruyff Foundation, die am Mittwoch den ersten „Cruyff Court“ in Deutschland eröffnet hat. Hier sollen sich nach Fabio Baldé und Co. die nächsten ganz Großen des HSV entwickeln. In erster Linie geht es jedoch darum, dass die Kinder einen festen Ort zum Kicken haben.
Van der Vaart liebt Hamburg immer noch
Seinen eigenen Platz zum Fußballspielen fand van der Vaart einst ebenfalls beim HSV und wurde dort zu einem der größten Stars der letzten 20 Jahre. Sein Wechsel von Ajax Amsterdam zum HSV im Jahr 2005 stieß damals allerdings nicht überall auf Verständnis, wie er am Mittwoch in seiner Rede an die Kinder verriet.
Cruyff habe damals in einer Zeitung gefragt: „Was will er denn beim HSV? Der muss zu Real Madrid oder Barcelona gehen.“ Das Hamburger Abendblatt zitiert van der Vaart weiter: „Daher macht es mich besonders stolz, dass ich heute hier in Hamburg bin. Ich liebe die Stadt noch immer.“

Nicht nur die Stadt, sondern auch der HSV scheint ihm weiterhin am Herzen zu liegen. Zumindest verfolgt van der Vaart den Klub auch neun Jahre nach seinem Abschied intensiv: „Das Spiel in Hoffenheim habe ich genossen. Der Teamgeist ist zurück“, so der Ex-Profi.
HSV bald wieder in Europa?
Vor allem lobte er laut dem Hamburger Abendblatt Trainer Merlin Polzin, obwohl er zu Beginn skeptisch gewesen sei. Zunächst habe er gedacht: „Hmm, er war überall nur Co-Trainer.“ Doch van der Vaart betonte: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Trainer. Er macht es sehr gut und kommt sympathisch rüber. Die Mannschaft geht für ihn durchs Feuer.“
Seine Saisonprognose fällt realistisch und ohne überzogene Erwartungen aus: Es gehe schlicht darum, den Klassenerhalt zu sichern. „Der HSV macht es ordentlich. Natürlich will jeder in Hamburg direkt wieder in die Europa League und oben mitspielen, aber so etwas braucht einfach Zeit“, erklärte der frühere HSV-Kapitän.

Dass Nicolai Remberg als einer seiner Nachfolger im Kapitänsamt wegen eines Kreuzbandrisses lange fehlen wird, bedauert van der Vaart sehr: „Das ist einfach scheiße. Er fällt vielleicht neun Monate aus und man weiß nicht, wie er zurückkommt. Aber der HSV hat gute Spieler, die das jetzt auffangen müssen.“
Einer von ihnen ist Fábio Vieira, der in den Medien immer wieder als der beste HSV-Fußballer seit van der Vaart bezeichnet wird. Van der Vaart selbst kann mit diesem Vergleich allerdings wenig anfangen: „Für Fábio ist es wichtig, sein eigenes Ding zu machen und nicht der neue van der Vaart oder der neue Barbarez zu sein. Das ist alles Vergangenheit.“ Wichtig sei stattdessen nur, dass „man den HSV liebt und alles gibt“.









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