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Umgang mit Kreuzbandriss: HSV-Legende gibt Remberg einen Rat
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Umgang mit Kreuzbandriss: HSV-Legende gibt Remberg einen Rat

Der Kreuzbandriss von Nicolai Remberg war auch für Collin Benjamin ein Schock. Der ehemalige HSV-Profi weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig der Weg zurück nach einer solchen Verletzung sein kann.

2009 riss sich der heutige Nationaltrainer Namibias selbst das Kreuzband und fiel sechs Monate aus. Nun hat er einen wichtigen Ratschlag für den HSV-Kapitän. „Es ist keine einfache Zeit, aber nach allem, was ich über Rembergs Berufseinstellung gehört habe, gibt es für mich keine Zweifel, dass er diese schwierige Phase gut überstehen wird“, sagte Benjamin gegenüber der Bild. Zwar habe sich die Medizin seit seiner eigenen Verletzung weiterentwickelt, an den psychischen Herausforderungen der Reha habe sich seiner Einschätzung nach jedoch wenig verändert.

„Das war für mich das Allerschlimmste“, erinnerte sich der 48-Jährige an die vielen einsamen Stunden in Behandlungszimmern und Krafträumen. „Wichtig war es für mich, so nah und so oft wie möglich bei der Mannschaft zu sein.“ Deshalb habe er seine Reha-Termine stets vor oder nach den Trainingseinheiten seiner damaligen Teamkollegen gelegt. So habe er weiterhin das Gefühl gehabt, Teil der Gruppe zu sein.

Remberg verfolgt in dieser Hinsicht einen etwas anderen Ansatz: „Ich möchte ein bearbeitetes Bild von mir im Kraftraum hängen haben, auf dem ich blöd gucke, damit die jungen Spieler wissen: Der ist da, der nervt mich, also muss ich etwas tun.“

Merlin Polzin, Nicolai Remberg
Foto: IMAGO

Familie und Ablenkung als wichtige Stützen

Die zweite Komponente ist das Privatleben. Rembergs Großmutter reiste nach dessen Verletzung in Sinsheim aus Rheine nach Hamburg, um ihren Enkel im Alltag zu unterstützen. Benjamin lobte die Geste: „Ein familiäres Umfeld ist Gold wert.“ Er selbst habe seine Reha damals ebenfalls nach Hamburg verlegt, um in der Nähe seiner Familie zu sein.

Darüber hinaus empfiehlt der frühere Defensivmann, den Austausch mit anderen Menschen zu suchen und die fußballfreie Zeit für neue Interessen zu nutzen. „Kommunikation ist in dieser Phase ebenfalls sehr wichtig“, betonte Benjamin. Ob neue Sprache, Malen oder Kochen mit der Oma – Ablenkung könne helfen, die Zeit ohne Fußball erträglicher zu machen. Seine abschließende Botschaft lautet: „In jedem Fall wünsche ich ihm, dass er bald wieder zurück ist. Der HSV braucht ihn.“

Quelle: Nur die RauteZum Original

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