Leverkusen muss aktuell auf Stürmer Christian Kofane verzichten. Im Verein stößt das auf Unmut, die Bayer-Bosse machen den kamerunischen Verband dafür verantwortlich.
Wenn Bayer 04 Leverkusen am Donnerstag um 18:45 Uhr bei Lech Posen um die nächsten drei Punkte in der Europa League kämpft, wird Christian Kofane nicht mit von der Partie sein. Der 20-Jährige laboriert aktuell an einer Oberschenkelverletzung, die er sich bereits auf Länderspielreise mit Kameruns Nationalmannschaft zugezogen hatte. Nach Bild-Informationen rief Sportchef Simon Rolfes deshalb zu Beginn der Woche beim kamerunischen Verbandpräsidenten Samuel Eto’o an, um sich über den Umgang mit der Kofane-Verletzung zu beschweren.
Kofane länger verletzt als zunächst angenommen
Es war der 3:1-Sieg gegen die Komoren in der Afrika-Cup-Qualifikation am 24. September, bei dem sich Kofane verletzte und daher zur Pause ausgewechselt werden musste. „Er hielt sich den Oberschenkel und verspürte einen leichten Schmerz. Wir wollten kein Risiko eingehen“, sagte Kamerun-Nationaltrainer David Pagou nach dem Spiel.
Nach einigen Untersuchungen gab der Verband vier Tage später sogar öffentlich Entwarnung: „Wir haben bei ihm ein MRT gemacht, das gute Ergebnisse gezeigt hat. Aber wir werden ihn schonen, denn aus einer kleinen Verletzung kann schnell eine große werden.“ Aus dem Grund verpasste der Leverkusener das darauffolgende Quali-Spiel am 29. September im Kongo (1:1). Beim Testspiel am 3. Oktober gegen die Elfenbeinküste (1:0) gehörte der 1,89 Meter große Rechtsfuß allerdings wieder zum Aufgebot, erst danach konnte er zurück nach Deutschland fliegen. Dadurch ging wertvolle Zeit für die wichtige Reha verloren. Die Folge: Am 8. Oktober verkündete Bayer 04, die Werkself müsse „in den kommenden Wochen“ auf Kofane verzichten.

„Ich habe mit Samuel gesprochen, es war ein gutes Gespräch“, wird Rolfes von der Bild zitiert, und weiter: „Er kann unseren Ärger verstehen – sie haben nicht gedacht, dass die Verletzung länger dauert.“ Eto’o soll den verärgerten Leverkusener Klub-Bossen versichert haben, sich künftig persönlich um die Angelegenheit zu kümmern, sollte ein solcher Fall nochmal eintreten. Der ehemalige Stürmer-Star gilt als großes Vorbild und zugleich als Ziehvater von Kofane.









Kommentare