Am Deadline Day verließ Rayan Philippe den HSV auf Leihbasis in Richtung Paderborn. Am Samstag kommt es zum direkten Duell.
Der Offensivakteur wird aller Voraussicht nach zunächst auf der Bank Platz nehmen, fungierte er doch schon in den Vorwochen als Joker. Darüber hinaus überzeugte zuletzt die Konkurrenz. Stefano Marino und Steffen Tigges trafen jeweils beim Auswärtsspiel in Bremen (2:2). Philippe wiederum wäre in der Nachspielzeit fast zum Matchwinner geworden. Seine feine Volleyabnahme landete am Innenpfosten.
Insgesamt wirkt er trotz des fehlenden ersten Tores einverstanden mit den ersten Wochen in Ostwestfalen (via Mopo): „Ich fühle mich sehr wohl. Es ist alles etwas kleiner als in Hamburg, aber sehr familiär. Das gilt auch für den Verein. Es gefällt mir.“ Sportlich musste sich der frischgebackene 26-Jährige anpassen, womit er zuvor aber rechnete: „Ich musste mich hier erst einleben und alles kennenlernen – den Verein, die Kollegen, den Spielstil. Mir war bewusst, dass das etwas Zeit brauchen würde. Ich will mich so schnell wie möglich steigern.“

Philippe: Mangelnde HSV-Perspektive trotz starker Testspiele
Eine enorme Steigerung legte Philippe bereits in der Sommervorbereitung hin, nachdem er aus einer schwachen Rückserie kam. Der mit einer hohen Geschwindigkeit ausgestattete Linksfuß avancierte mit kontinuierlich ansprechenden Leistungen zu einem der Gewinner der Vorbereitung, profitierte dabei von seiner neuen Rolle. Merlin Polzin setzte ihn nämlich nicht mehr auf dem Flügel oder in der Sturmspitze ein, sondern als einen von zwei Zehnern ein.
Dort besaß der Hamburger Cheftrainer allerdings noch einige andere Optionen, was Philippe schließlich zum Verhängnis wurde. „Die Situation hat sich durch den kurzfristigen Wechsel von Fabio Vieira verändert. Wir haben offen gesprochen, dass seine Spielzeit wohl nicht erhöht wird, sondern ein weiterer Konkurrent dazukommt“, offenbarte Polzin unter der Woche.
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Der Franzose erinnerte sich zurück: „Es war ein schwieriges Gespräch. Ich hatte dann keine Wahl – ich musste gehen.“ Ein Abnehmer fand sich schnell mit Aufsteiger Paderborn, der sich sogar eine Kaufoption in Höhe von rund fünf Millionen Euro gesichert haben soll. Eine Summe, die der Verein noch in keinen Neuzugang investierte. Philippe dürfte gewillt sein, dies zu ändern.
Einen ersten großen Schritt in die Richtung könnte er beim Wiedersehen mit dem HSV schaffen. „Mein Ziel ist es, dass wir dieses Spiel gewinnen. Da möchte ich mit Toren oder Vorlagen helfen“, gab er die Marschroute vor, betonte allerdings auch: „Dieses Spiel ist natürlich etwas Besonderes für mich. Vor zwei Monaten war ich ja selbst noch Teil der HSV-Mannschaft. Ich werde viele Freunde wiedersehen.“









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