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Vom Sorgenkind zur Geheimwaffe? HSV-Youngster macht Hoffnung
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Vom Sorgenkind zur Geheimwaffe? HSV-Youngster macht Hoffnung

So mancher HSV-Fan dürfte den Namen Alexander Røssing-Lelesiit in den vergangenen Monaten fast schon vergessen haben. Schließlich war der junge Norweger seit seinem Wechsel nach Hamburg nicht gerade vom Glück geküsst.

Insgesamt verpasste er in den letzten eineinhalb Jahren sage und schreibe 24 Pflichtspiele verletzungsbedingt. Zu Beginn dieser Saison kamen aufgrund seines Trainingsrückstands weitere Partien hinzu. Erst am 5. Spieltag feierte Røssing-Lelesiit beim 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim sein Comeback. Nach fast neunmonatiger Leidenszeit durfte er für 14 Minuten ran.

Beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt waren es am vergangenen Wochenende sogar vier Minuten weniger. Dennoch nutzte der 19-Jährige seine kurze Einsatzzeit, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Er war auf dem gesamten Platz präsent, rannte und grätschte – zuweilen vielleicht schon etwas zu eifrig. Der bis dahin lahmenden HSV-Offensive hauchte er allerdings unbestritten neues Leben ein. Sein Arbeitsnachweis: zwei Abschlüsse, drei Ballkontakte im gegnerischen Strafraum und fünf von acht gewonnene Zweikämpfe.

HSV: Polzin skizziert Rolle für Røssing-Lelesiit

Doch reicht dieses Bewerbungsschreiben, um auch in den kommenden Wochen eine wichtige Rolle zu spielen? Dafür spricht in jedem Fall das weiterhin große Verletzungspech der Hamburger samt der Ausfälle von Fabio Vieira und Yussuf Poulsen. Dagegen spricht, dass es Røssing-Lelesiits angestammte Position auf dem linken Flügel im 5-3-2- beziehungsweise 5-2-2-1-System eigentlich nicht mehr gibt.

Das muss allerdings noch lange kein Hindernis sein. „Alex ist so jung, der hat noch gar keine richtige Position“, erklärte Merlin Polzin vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr) mit einem Schmunzeln. Seinem Youngster habe er deshalb mitgegeben, dass dieser für jedes gesuchte Anforderungsprofil „total offen“ sein müsse.

Alexander Røssing-Lelesiit
Foto: IMAGO

Polzin nannte gleich mehrere Beispiele: „Er kann die Schienenposition auf beiden Seiten spielen, er kann in einer offensiven Mittelfeld-Rolle agieren, er kann aber auch diese hängende Position spielen, die Albert (Grønbaek) in den vergangenen Wochen inne hatte.“

Das traue er Røssing-Lelesiit zu, weil dieser „einfach viel mitbringt“ und „brutal beweglich ist, viele tiefe Laufwege sucht und Geschwindigkeit hat“. Gleichzeitig sei er jemand, „der auch gegen den Ball viel auslöst“. Daran habe auch die monatelange Ausfallzeit nichts geändert. „So wie er zurückgekommen ist, sieht man, dass er noch mal einen ordentlichen Sprung gemacht hat“, schwärmte Polzin.

Doch was bedeutet das mit Blick auf die anstehenden Aufgaben? „Es ist ein Vorteil für mich, dass ich ihn überall einsetzen kann, wenn er im Kader steht“, erklärte der HSV-Coach. Wann genau das der Fall sein werde, hänge davon ab, „was das Spiel hergibt“ und „ob wir das Gefühl haben, dass wir seine Eigenschaften gebrauchen können“. Je nach Spielverlauf könnte Røssing-Lelesiit gegen Gladbach also schon deutlich früher gefragt sein als noch in Frankfurt.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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