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Vor Gladbach-Kracher: Polzin erteilt „Endspiel“-Gerede eine Absage
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Vor Gladbach-Kracher: Polzin erteilt „Endspiel“-Gerede eine Absage

Wenn es nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge zu Hause gegen den Tabellenletzten geht, liegt die Bezeichnung „Schlüsselspiel“ nahe. Das gilt auch für das anstehende HSV-Duell gegen Borussia Mönchengladbach.

Der Hintergrund: Die Elf vom Niederrhein kann den Rückstand im Falle eines Auswärtssiegs auf zwei Punkte verkürzen und den HSV somit endgültig in den Tabellenkeller ziehen. Ihrerseits bietet sich den Rothosen die Chance, Gladbach auf satte acht Zähler zu distanzieren und über Nacht sogar auf Rang acht zu springen.

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Die Bedeutung dieser Partie lässt sich also nicht leugnen, das weiß auch Merlin Polzin. Noch drastischer will es der HSV-Coach aber nicht formulieren. „Also, ein Endspiel ist das nicht“, stellte er auf der Pressekonferenz am Donnerstag mit Nachdruck klar und fuhr fort: „Ich halte eh nicht so viel von dieser Kategorisierung, was das Spiel jetzt jeweils ist, sondern es ist ein wichtiges Spiel für die Jungs, die aus Gladbach herkommen genauso wie für uns.“

Wie auch immer man das Aufeinandertreffen nun kategorisieren mag: Der HSV wird es in jedem Fall mit einem stark verbesserten Gegner zu tun bekommen. Nach sechs Bundesliga-Pleiten zum Saisonauftakt fuhren die Fohlen in der zurückliegenden Englischen Woche zwei Siege und ein Unentschieden ein. Insgesamt lässt sich unter Neu-Trainer Alexander Blessin ein klarer Aufwärtstrend erkennen.

Alexander Blessin
Foto: IMAGO

Das gilt insbesondere für einen Bereich: Im Schnitt laufen die Gladbacher unter dem ehemaligen Coach des FC St. Pauli sechs Kilometer mehr als noch unter Eugen Polanski. Das ergab eine Datenauswertung der Bild. Blessin selbst formulierte es so: „Es geht um eine Disziplin gegen den Ball, bei der jeder einfach mitmachen muss. Das ist für mich ein eisernes Gesetz.“

Bislang geht dieser Ansatz voll und ganz auf. In den Begegnungen mit Stuttgart (3:2), Karlsruhe (2:0) und Paderborn (0:0) kassierten die Westdeutschen insgesamt nur zwei Gegentreffer. An den ersten sechs Spieltagen waren es noch satte 20.

Der Heimvorteil könnte dem HSV zwar in die Karten spielen. Schließlich betonte Polzin: „Wir wissen, was wir im Volkspark zu leisten imstande sind.“ Eine leichte Aufgabe erwartet die Hamburger deshalb aber noch lange nicht.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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