Der FC Bayern bleibt auch nach dem neunten Bundesliga-Spieltag ungeschlagen. Mit dem 2:1-Auswärtssieg gegen Mainz 05 verabschieden sich die Münchner als Tabellenführer in die letzte Länderspielpause des Jahres. Trotz zahlreicher Verletzungen und des anhaltenden Ausfalls von Cheftrainer Vincent Kompany präsentiert sich der Rekordmeister weiterhin bemerkenswert stabil. Joshua Kimmich sieht dafür einen ganz bestimmten Grund.
Der 31-Jährige gehörte beim Erfolg in Mainz einmal mehr zu den entscheidenden Spielern. Mit einem sehenswerten Treffer brachte er die Bayern früh in Führung und stellte damit die Weichen für den nächsten Auswärtssieg. Nach dem Abpfiff sprach der Mittelfeldspieler allerdings nicht nur über seinen emotionalen Torjubel, sondern auch über eine grundlegende Veränderung innerhalb des Vereins.
Für Kimmich ist der aktuelle Erfolg keineswegs selbstverständlich. Schließlich mussten die Münchner in den vergangenen Wochen zahlreiche Rückschläge verkraften. Dennoch ließ sich die Mannschaft davon nicht aus dem Konzept bringen. Der DFB-Kapitän ist überzeugt, dass sich beim FC Bayern in den vergangenen Jahren etwas Entscheidendes entwickelt hat.
„Ich habe die Kabine schon anders erlebt“
Nach dem 2:1-Erfolg in Mainz schwärmte Kimmich vom außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Ich habe die Kabine in den letzten Jahren, in denen ich hier war, auch schon anders erlebt. Es ist besonders, was in den letzten 2–3 Jahren hier zusammengewachsen ist. Mit dem Trainer, mit dem Team, mit dem Drumherum“, erklärte der Bayern-Star.
Besonders beeindruckt zeigt sich der Mittelfeldspieler von der Ruhe, die mittlerweile an der Säbener Straße herrscht. „Es ist viel Ruhe hier, das war früher anders. Selbst, wenn wir guten Fußball gespielt haben, war es hier unruhig. Wir haben es in den letzten Wochen gemerkt, dass wir selbst, wenn wir viele Ausfälle haben und jetzt auch der Trainer fehlt, immer zusammenhalten.“
Damit deutete Kimmich an, dass sich nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch das Innenleben des Vereins spürbar verändert hat.
Während in früheren Jahren selbst erfolgreiche Phasen regelmäßig von Diskussionen und Unruhe begleitet wurden, scheint die Mannschaft aktuell deutlich geschlossener aufzutreten.
Bayern trotzt Verletzungssorgen und Kompany-Ausfall

Wie wichtig dieser Zusammenhalt ist, zeigte sich besonders in den vergangenen Wochen.
Mit Luis Díaz, Serge Gnabry und Ismael Saibari fehlten zuletzt mehrere wichtige Offensivspieler. Hinzu kommt die gesundheitlich bedingte Abwesenheit von Vincent Kompany, der sich nach einer Hirnhautreizung weiterhin auf dem Weg der Besserung befindet.
Auch Kimmich selbst musste nach dem Tod seines Vaters zwischenzeitlich pausieren. Erst beim Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund kehrte der Nationalspieler in die Mannschaft zurück.
Seitdem absolvierte der 31-Jährige drei Pflichtspiele innerhalb kurzer Zeit und überzeugte dabei mit starken Leistungen.
Sein Führungstreffer in Mainz war für ihn deshalb auch ein besonders emotionaler Moment. „Es war emotionaler als sonst, das ist ganz klar. Ich musste nach dem Tor sofort daran denken“, erklärte Kimmich mit Blick auf seinen verstorbenen Vater.
Dass die Bayern trotz aller Widrigkeiten weiterhin ungeschlagen sind, unterstreicht aus Sicht des Mittelfeldspielers die besondere Mentalität der Mannschaft.
Nach der Länderspielpause dürften mit Jamal Musiala und Luis Díaz zudem zwei wichtige Offensivkräfte zurückkehren. Auch bei Kompany besteht Hoffnung auf ein zeitnahes Comeback an der Seitenlinie.
Für Kimmich steht fest, dass die Münchner derzeit nicht nur von ihrer individuellen Klasse profitieren. Vielmehr könnte der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb des Teams zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor im Kampf um die großen Titel werden.










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