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Matthäus zu Hoeneß’ Musiala-Aussagen: „Werden nicht gut ankommen“
FCBinsideFCBinside·VonSebastian Mittag

Matthäus zu Hoeneß’ Musiala-Aussagen: „Werden nicht gut ankommen“

Lothar Matthäus reagiert auf Uli Hoeneß’ Zweifel an Jamal Musiala. Den öffentlichen Vorstoß sieht er kritisch, inhaltlich stimmt er dem Bayern-Boss teilweise zu.

Die Aussagen von Uli Hoeneß über Jamal Musialas sportliche Zukunft sorgen für Diskussionen. Nun hat sich Lothar Matthäus eingeschaltet. Der Rekordnationalspieler hinterfragt, ob der Bayern-Ehrenpräsident seine Zweifel öffentlich äußern sollte. In der Sache widerspricht er ihm allerdings nicht grundsätzlich.

„Es sind sehr offene und ehrliche Worte von Uli Hoeneß, die aber ganz sicher bei der Musiala-Seite und auch intern beim FC Bayern bei einigen nicht gut ankommen werden. Er sagt, was viele denken. Ich weiß nicht, ob man das unbedingt öffentlich sagen muss, gerade in der jetzigen Situation. Aber ganz Unrecht hat Uli nicht mit dem, was er sagt. Die Situation ist so, wie sie ist, und man darf davor nicht die Augen verschließen“, erklärte Matthäus der BILD.

Hoeneß hatte zuvor im „Sonntags-Stammtisch“ des BR öffentlich Zweifel an Musialas Rückkehr zu früherer Stärke geäußert. Dabei sprach er sowohl über dessen Erkrankung als auch über den langfristigen Vertrag des Offensivspielers. Musiala ist noch bis 2030 an den FC Bayern gebunden.

Auch Matthäus sieht die wirtschaftliche Verantwortung beim Verein: „Die Bayern haben ihm diesen Vertrag gegeben, weil sie etwas Besonderes in ihm gesehen haben. Es ist normal, dass der Marktwert sinkt, wenn ein Spieler über so einen langen Zeitraum Probleme hat und nicht performen kann. Das ist bei jedem Spieler so. Das Risiko liegt beim FC Bayern.“

Matthäus hofft auf Musialas Rückkehr zu alter Stärke

Der Hintergrund der Debatte ist Musialas schwieriger Weg seit seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM im Sommer 2025. Nach einem Wadenbeinbruch und einer ausgekugelten Sprunggelenksverletzung kämpfte sich der Nationalspieler zurück. Später folgten weitere gesundheitliche Rückschläge, wegen seiner Ascencen war Musiala zweimal auf dem Platz zusammengebrochen. Zuletzt pausierte er wegen einer Muskelverletzung, inzwischen nahm er wieder am Mannschaftstraining teil.

Für Matthäus bleibt die Frage nach Musialas früherem Leistungsniveau dennoch offen. „Es gibt keine Garantie dafür, dass Jamal wieder auf das Niveau zurückkehrt, auf dem wir ihn alle bewundert und geliebt haben. Und er hat auf dem aller-allerhöchsten Niveau gespielt! Es ist eine traurige Geschichte.“

Seine persönliche Verbundenheit mit dem Bayern-Profi machte der frühere Weltfußballer ebenfalls deutlich: „Ich habe einen guten, auch privaten Kontakt zur Musiala-Familie und ich wünsche es ihm natürlich von ganzem Herzen, dass er auf dem Niveau zurückkommt. Jeder Fußball-Fan wünscht es ihm.“

Jamal Musiala
Foto: IMAGO

Trotz seiner Zweifel sieht Matthäus Gründe für Zuversicht. „Das Gute ist: Jamal ist erst 23. Und der FC Bayern wird dafür alles tun, dass er wieder der Alte wird. Jamal bekommt jede denkbare Unterstützung, aber es ist ein langer, langer Weg und viel Arbeit.“

Hinter Hoeneß’ öffentlichem Vorstoß vermutet Matthäus auch die Absicht, den Offensivspieler anzutreiben. „Uli Hoeneß will Reizpunkte setzen. Wenn er falsch liegt, freut er sich doch am meisten von allen und alle Bayern-Fans freuen sich mit ihm – weil: dann ist Jamal wieder zurück!“

Musiala empfiehlt er deshalb, die Aussagen für sich zu nutzen: „Ich würde an Musialas Stelle Ulis Aussagen als Motivation nehmen, alles zu geben, um sogar noch stärker zurückzukommen“, sagte Matthäus. Als Beispiel verwies er auf seinen eigenen Kreuzbandriss 1992: Eine Schlagzeile über sein vermeintliches Karriereende habe er damals im Fitnessraum aufgehängt und als zusätzlichen Antrieb für sein Comeback genutzt.

Quelle: FCBinsideZum Original

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