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VAR-Wirbel beim Bayern-Sieg: Mainz wütet nach Abseitsentscheidung
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

VAR-Wirbel beim Bayern-Sieg: Mainz wütet nach Abseitsentscheidung

Der FC Bayern hat sich mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Mainz 05 in die Länderspielpause verabschiedet. Doch nach dem Abpfiff stand nicht nur der Erfolg des deutschen Rekordmeisters im Mittelpunkt. Besonders eine umstrittene VAR-Entscheidung kurz vor der Halbzeit sorgte bei den Gastgebern für großen Ärger. Nadiem Amiri und Phillip Tietz fanden anschließend deutliche Worte.

Die Mainzer hatten gegen die Bayern über weite Strecken eine engagierte Leistung gezeigt. Trotz der vierten Niederlage in Folge überwog bei den Rheinhessen deshalb die Zufriedenheit mit dem eigenen Auftritt. Eine Szene ließ die Gemüter allerdings hochkochen.

Kurz vor der Pause hatte Jae-Sung Lee nach einem Freistoß von Amiri den vermeintlichen Ausgleich zum 1:1 erzielt. Die Hereingabe war zuvor von Bayern-Verteidiger Jonathan Tah leicht abgefälscht worden. Manuel Neuer griff am Ball vorbei, ehe Lee am zweiten Pfosten einköpfte. Doch nach einer minutenlangen Überprüfung wurde der Treffer wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt.

„Ganz kurios, wie das abgelaufen ist“

Besonders die lange Unterbrechung und der Ablauf der Entscheidung sorgten bei den Mainzern für Verwunderung.

Schiedsrichter Robert Schröder hatte zunächst auf den Anstoßpunkt gezeigt. Anschließend wurde die Szene jedoch noch einmal überprüft. Nach mehr als vier Minuten stand fest, dass Lees Treffer nicht zählen würde. „Ich hatte auf der Bank nur mitbekommen, dass auf den Punkt gezeigt wurde, das Tor schon geprüft worden war und es 1:1 stehen sollte“, erklärte Tietz nach dem Spiel.

Der Mainzer Angreifer konnte die anschließende Entscheidung kaum nachvollziehen. „Ganz kurios, wie das abgelaufen ist“, sagte der 29-Jährige und betonte die Bedeutung der Szene.

„Das wäre ein geiler Moment gewesen, wenn wir mit einem 1:1 in die Pause gegangen wären. Das 1:1 ist die Szene des Spiels.“

Auch Amiri zeigte sich irritiert. „Der Schiri hatte schon gepfiffen und auf den Punkt gezeigt – und dann meinte er, dass es Abseits war“, schilderte der Mainzer Kapitän.

Für zusätzliche Unruhe hatte die Verletzung von Manuel Neuer gesorgt. Der Bayern-Keeper musste nach der Szene behandelt und anschließend durch Jonas Urbig ersetzt werden.

Amiri fordert Änderung der Abseitsregel

Mainz vs. FC Bayern
Foto: IMAGO

Während Tietz vor allem den Ablauf der VAR-Überprüfung kritisierte, ging Amiri noch einen Schritt weiter. Der 30-Jährige stellte grundsätzlich infrage, ob die aktuelle Auslegung der Abseitsregel sinnvoll sei.

Lee hatte bei seinem vermeintlichen Treffer lediglich wenige Zentimeter im Abseits gestanden. „Diese Regel geht mir auf …“, schimpfte Amiri, ohne seinen Satz zu beenden. Anschließend legte er nach: „Das ist Wahnsinn.“

Der Mittelfeldspieler sprach sich deshalb für eine Anpassung der Regel aus. „Vielleicht darf man einen halben Meter im Abseits stehen“, schlug Amiri vor.

Dass die Entscheidung nach den geltenden Regeln getroffen wurde, stellte der Mainzer allerdings nicht grundsätzlich infrage. „Was will man machen, ist halt so. Es wäre ein gutes Momentum gewesen, aber gegen Bayern brauchst du einen perfekten Tag.“

Trotz des Ärgers über das aberkannte Tor wollten die Mainzer ihre Leistung nicht kleinreden.

Amiri betonte, dass seine Mannschaft viel investiert und die grundlegenden Tugenden gezeigt habe. Gegen einen Gegner wie Bayern dürfe man sich allerdings kaum Fehler erlauben.

Am Ende nutzten die Münchner ihre Chancen konsequenter und sicherten sich durch die Treffer von Joshua Kimmich und Lennart Karl den nächsten Bundesliga-Sieg.

Für Mainz blieb dagegen die Erkenntnis, dass gegen den Rekordmeister mehr möglich gewesen wäre. Vor allem der aberkannte Ausgleich kurz vor der Pause dürfte den Rheinhessen noch länger in Erinnerung bleiben.

Quelle: FCBinsideZum Original

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