Zum zweiten Mal in einer Woche unterlag der HSV am Sonntag Eintracht Frankfurt. Nach dem 1:3 zuhause im Pokal gab es die identische Niederlage auswärts in der Bundesliga.
Einer, der ein bisschen direkter an der Niederlage beteiligt war als ein paar seiner Mitspieler, war HSV-Talent Shafiq Nandja.
Beim dritten Tor hatte Frankfurts Vorlagengeber Can Uzun sich im Zweikampf clever durchgesetzt, Nandja konnte nichts ausrichten. Zwar empfand er den Körpereinsatz seines Gegenspielers als nicht regelkonform, räumte im Interview nach dem Spiel aber auch seinen eigenen Fehler ein. Darüber berichtet die MOPO.
„Ich habe einen Kontakt gespürt und das Gleichgewicht verloren. Ärgerlich, dass der Schiedsrichter es nicht abpfeift. Es ist natürlich schlecht von mir gemacht. Dass das dritte Tor ein bisschen auf meine Kappe geht, ist auch ärgerlich“, so der 19-Jährige.
Nandja hadert mit früher Verwarnung
Er selbst betrachte jede Partie als Chance, zu lernen. Dementsprechend habe auch die erneute Niederlage gegen Frankfurt ihn vorangebracht. „Heute habe ich auch einen Schritt gemacht – mit und ohne Ball“, sagte der HSV-Shootingstar nach Abpfiff.
Teilweise agiert Nandja noch zu forsch. Am Sonntag sah er vor der Pause wegen eines Tritts auf den Fuß von Chaibi auch Gelb. Auch da sieht er einen Wendepunkt in seinem Spiel. „Das sind Dinge, die mich dann ein bisschen zurückhalten, noch ein komplett sauberes Spiel zu spielen“, sagte Nandja.

Die Verwarnung habe ihn anschließend daran gehindert, mit vollem Risiko und 100 Prozent in den nächsten Zweikampf zu gehen. „Ich glaube, bis zum Punkt mit der Gelben Karte habe ich es gut gemacht“, sagte er und zog die Konsequenz: Solche Fouls müsse er dann vielleicht abstellen, damit er am Ende noch freier spielen könne.
Trotz Niederlage: HSV-Talent froh über seine Entwicklung
Natürlich sei die Niederlage schmerzhaft, aber im Großen und Ganzen sei der Verteidiger froh über seine Entwicklung. Neben der Analyse seiner sportlichen Fehler im Spiel schwärmte Nandja am Sonntag außerdem davon, für den HSV zu spielen. Das sei sein Traum und jeden Tag ein Privileg, so etwas machen zu können.
Dementsprechend bedankte er sich vor allem auch beim Trainerteam rund um Chefcoach Merlin Polzin. Seit der Unterzeichnung seines ersten Profivertrags im Mai kommt er auf acht Einsätze unter Polzin. „Ich denke auf jeden Fall an die Tage zurück, in denen ich davon geträumt habe, im großen Stadion zu stehen und einfach spielen zu können“, schwärmte der HSV-Youngster.
Auch den Umgang mit Talenten des Klubs lobte er. Ihm und anderen Talenten werde jede Woche das Vertrauen geschenkt. Auch wenn nicht immer alles top läuft, würden die Coaches ihnen trotzdem Spielzeit geben, um sich zu entwickeln.
Dass Nandja zuletzt so viele Minuten gesammelt hatte, hängt natürlich auch mit dem immensen Verletzungspech des HSV zusammen.










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