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„Immer der Chef“: Kompanys Jugendtrainer enthüllt kuriose Anekdote
FCBinsideFCBinside·VonManuel Behlert

„Immer der Chef“: Kompanys Jugendtrainer enthüllt kuriose Anekdote

Vincent Kompany war schon als Kind eine Führungsfigur. Sein Jugendtrainer verrät eine bemerkenswerte Anekdote

VKompany gilt beim FC Bayern als Trainer, der klare Vorstellungen hat und diese auch deutlich kommuniziert. Gleichzeitig schafft es der Belgier, seine Spieler mitzunehmen und als Mannschaft hinter sich zu vereinen. Offenbar waren diese Eigenschaften schon sehr früh ausgeprägt.

Albert Martens muss es wissen. Der mittlerweile 75-Jährige trainierte Kompany in dessen Jugendzeit beim RSC Anderlecht und erlebte den heutigen Bayern-Coach schon als Kind. Im Mitgliedermagazin 51 des FC Bayern verriet Martens nun eine bemerkenswerte Geschichte.

Demnach scheute sich Kompany schon im Alter von gerade einmal elf Jahren nicht davor, öffentlich seine Meinung zu äußern. Selbst die Transferpolitik seines eigenen Vereins war vor ihm nicht sicher.

„Vincent war auf jeden Fall immer der Chef“

„Vincent war auf jeden Fall immer der Chef, egal in welcher Mannschaft er gerade gespielt hat. Er hat immer gesagt, was er dachte, ob man es hören wollte oder nicht“, erinnerte sich Martens.

Besonders eine Szene aus Kompanys Zeit in der U11 ist seinem ehemaligen Trainer bis heute im Gedächtnis geblieben. Das belgische Fernsehen war damals zu Gast bei Anderlecht und drehte einen Beitrag über die Nachwuchsmannschaft.

Kompany nutzte die Gelegenheit für bemerkenswert deutliche Worte. „Da kritisierte er vor laufender Kamera die Transferpolitik: Der Verein hole für viel Geld Spieler und gebe dem eigenen Nachwuchs kaum eine Chance“, berichtete Martens.

Für einen U11-Spieler war das nicht nur inhaltlich eine außergewöhnliche Aussage. Auch die Art und Weise, wie Kompany seine Kritik formulierte, beeindruckte seinen damaligen Trainer.

„Ich muss sagen: Er hat richtig gut argumentiert. Es fiel ihm schon immer leicht, die richtigen Worte zu finden.“

Eigenschaften, die Kompany auch viele Jahre später auszeichnen. Schon als Spieler galt der frühere Innenverteidiger als Führungspersönlichkeit. Beim FC Bayern zeigt er inzwischen auch als Trainer regelmäßig, dass er klare Botschaften vermitteln kann.

Niederlagen brachten Kompany zum Weinen

Vincent Kompany
Foto: IMAGO

Sein ausgeprägter Ehrgeiz war ebenfalls bereits in jungen Jahren vorhanden. Verlieren konnte Kompany offenbar noch nie besonders gut.

„Im Training haben wir oft zwei gegen zwei, drei gegen drei oder vier gegen vier gespielt – und wenn er verloren hat, gab’s Tränen“, verriet Martens.

Aus dem emotionalen Nachwuchsspieler ist inzwischen einer der gefragtesten Trainer Europas geworden. Seine grundsätzliche Einstellung scheint sich dabei kaum verändert zu haben: Kompany will gewinnen, übernimmt Verantwortung und scheut sich nicht davor, seine Meinung zu vertreten.

Beim FC Bayern kommt diese Mischung gut an. Nach anfänglicher Skepsis hat sich der Belgier in München etabliert und seinen Vertrag bereits vorzeitig bis 2029 verlängert.

Dass Kompany einmal eine Führungsrolle im Fußball übernehmen würde, überrascht seinen ehemaligen Jugendtrainer jedenfalls nicht. Die ersten Anzeichen dafür waren offenbar schon zu sehen, als der heutige Bayern-Coach noch in der U11 von Anderlecht spielte.

Quelle: FCBinsideZum Original

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