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„Müssen Schmerzen aushalten“: Das verlangt Kovac von seinen BVB-Stars
BVBWLDBVBWLD·VonChris Braun

„Müssen Schmerzen aushalten“: Das verlangt Kovac von seinen BVB-Stars

Borussia Dortmund präsentiert sich unter Niko Kovac so stabil wie lange nicht. Zwei frühere Weggefährten verraten, was hinter dem Erfolg des BVB-Trainers steckt.

Niko Kovac hat Borussia Dortmund vor allem eines verliehen: Stabilität. Der BVB tritt unter dem 54-Jährigen gefestigt auf – und dahinter steckt offenbar ein Erfolgsrezept, das den Trainer schon auf seinen früheren Stationen begleitet hat. Zwei ehemalige Weggefährten geben Einblicke in seine Arbeitsweise.

Lukas Hradecky kennt die hohen körperlichen Anforderungen von Kovac aus gemeinsamer Zeit bei Eintracht Frankfurt. Besonders die Kondition rückte damals schnell in den Mittelpunkt. „Die Ausdauer war von Beginn an eins der größten Themen für ihn. Das hat man dann auch direkt in den Spielen auf dem Platz gesehen“, erinnerte sich der Torhüter. Doch Fitness allein reicht Kovac nicht. Seine Teams sollen kompakt stehen und defensiv zuverlässig arbeiten.

Genau diese Entwicklung habe Hradecky seinerzeit auch in Frankfurt beobachtet. Dass Mannschaften des Trainers häufig nur wenige Gegentreffer kassieren, überrascht ihn deshalb nicht. „Er ist einfach schlau genug zu wissen, dass genau das die Spiele gewinnt.“ Auch Fredi Bobic hat Kovacs Entwicklung über Jahre verfolgt. Der frühere Frankfurter Sportchef hebt gegenüber dem kicker hervor, dass der BVB-Coach keinen starren taktischen Ansatz verfolgt.

BVB-Trainer Kovac setzt auf klare Prinzipien

Vielmehr analysiere er zunächst genau, welches Personal ihm zur Verfügung steht. „Er möchte ihr nicht seine Ideen aufdrücken, sondern passt sich der Situation an und orientiert sich an den Fähigkeiten der Spieler“, sagte Bobic. Gewisse Grundsätze sind dennoch nicht verhandelbar. Auch Offensivspieler müssen ihren Beitrag gegen den Ball leisten und dürfen sich nicht auf ihre kreativen Qualitäten beschränken.

Niko Kovac
Foto: IMAGO

Kovac verlangt Verlässlichkeit und eine ausgeprägte Mentalität. Bobic bringt die Anforderungen drastisch auf den Punkt: „Die Spieler müssen bei ihm schon Schmerzen aushalten, es geht nicht nur um fußballerische Lösungen.“ Dabei scheint Kovac keineswegs an alten Methoden festzuhalten. Vielmehr sucht er regelmäßig nach Möglichkeiten, seine Arbeit zu verbessern. Zuletzt beschäftigte er sich demnach sogar mit der Frage, wie Spieler mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen individuell angesprochen werden können.

Bobic erkennt darin eine besondere Qualität des Dortmund-Trainers: „Was mir imponiert hat, ist, dass er immer wieder neue Wege geht, sich informiert und inspirieren lässt.“ Beim BVB verbindet Kovac damit alte Prinzipien mit neuen Ansätzen – und genau diese Mischung trägt derzeit Früchte.

Quelle: BVBWLDZum Original

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