Martin Adeline wechselte aus Troyes zum HSV und tat sich zunächst schwer mit der neuen Aufgabe.
So stellte sich Trainer Merlin Polzin bereits vor rund zweieinhalb Wochen schützend vor den Neuzugang: „Er kommt aus der 2. Liga Frankreichs und misst sich dann auf einmal mit Borussia Dortmund im ausverkauften Signal Iduna Park. Dann ist es klar, dass sich der Anspruch durch das höhere Level ein bisschen herunterschrauben muss.“ Adeline gehörte anschließend sowohl in Hoffenheim als auch gegen Stuttgart der Startelf an und bot in der zweitgenannten Begegnung eine sehr überzeugende Leistung.
Erstmals wies er nach, warum der HSV rund vier Millionen Euro Ablöse investierte. „Dieses Spiel hat mir gutgetan. Es war wichtig für mich, ein gutes Spiel zu machen und etwas zu haben, worauf ich jetzt aufbauen kann“, so der offensive Mittelfeldspieler, der zudem klarstellte, dass er nie an sich gezweifelt habe (via Mopo). „Ich wusste: Meine Zeit wird kommen. Die Frage war nur, wann es so weit sein würde. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung.“

Begeisterter Adeline: „Unglaubliche Chemie zwischen Fans und uns“
Großes Engagement legte Adeline von Beginn an den Tag. Allerdings traf er oftmals mit Ball die falschen Entscheidungen und blieb im letzten Drittel des Spielfeldes doch sehr ungefährlich. Bei den Fans sorgten die Auftritte teils für große Verwunderung, trug der 22-Jährige doch mit zehn Toren und elf Vorlagen maßgeblich zum Aufstieg des ES Troyes in die Ligue 1 bei.
„Wahrscheinlich dachten deshalb viele, dass ich eher ein verkappter Stürmer bin“, so Adeline. Sein Herangehensweise beschreibt er aber als wesentlich vielseitiger: „Das ist nur ein kleiner Teil von dem, was zu meinen Aufgaben zählt. Ich liebe es, zentral zu spielen, viel am Ball zu sein und Einfluss auf das Spiel zu haben. Wenn ich diese Energie spüre, blühe ich auf.“ Gegen Stuttgart war der ehemalige französische Junioren-Nationalspieler an der Entstehung von mehreren Großchancen beteiligt, gefiel zudem auch in der Defensivarbeit, was alleine fünf Ballgewinne und 80 Prozent gewonnene Bodenzweikämpfe unterstreichen.
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Die lautstarke Unterstützung von den Rängen dürfte den zu seiner Auswechslung in Minute 78 hin entkräfteten Adeline beflügelt haben. „Es ist verrückt, das alles zu erleben. Jedes Stadion ist voll, die Menschen sind total begeistert. Vor allem hier bei uns im Volkspark entsteht immer eine unglaubliche Chemie zwischen den Fans und uns“, schwärmte er. Auch am heutigen Samstag in Paderborn werden wieder viele Hamburger dabei sein und genauso wie Adeline den vierten Sieg in Folge anpeilen.









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