Harry Kane gehört zu den gefährlichsten Stürmern der Welt. Dennoch scheint sich bei Viking Stavanger die Angst vor dem englischen Torjäger in Grenzen zu halten. Vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Bayern hat sich Verteidiger Henrik Falchener überraschend gelassen über den 33-Jährigen geäußert. Dabei bezeichnete er Kane sogar als einen ziemlich gewöhnlichen Stürmer.
Am Dienstagabend gastiert der deutsche Rekordmeister in Norwegen. Für die Gastgeber wartet mit der Offensive der Münchner eine große Herausforderung. Besonders Kane steht dabei im Mittelpunkt, schließlich zählt der englische Nationalmannschaftskapitän seit Jahren zu den treffsichersten Angreifern Europas.
Falchener will sich von den Qualitäten des Bayern-Stars allerdings nicht einschüchtern lassen. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel machte der Viking-Profi deutlich, dass seine Mannschaft gut vorbereitet sei.
„Wir sind alle nur Menschen“
Auf die Frage, wie er das bevorstehende Duell mit Kane einschätze, reagierte Falchener mit einer bemerkenswerten Aussage. „Harry Kane ist ein sehr guter Spieler, aber wir sind alle nur Menschen. Man muss sich vor Augen halten, dass er ein ziemlich gewöhnlicher Stürmer ist, auch wenn er zu den Besten auf dieser Position gehört“, erklärte der Verteidiger.
Die Aussage dürfte bei einigen Bayern-Fans für Verwunderung sorgen. Schließlich hat Kane seit seinem Wechsel nach München eindrucksvoll bewiesen, dass er weit mehr als ein klassischer Mittelstürmer ist.
Falchener betonte allerdings, dass sich die Norweger intensiv mit dem englischen Torjäger beschäftigt hätten. „Wir haben uns die Videos angesehen und wissen, was uns erwartet, worin er gut ist und was wir bei ihm vermeiden müssen“, erklärte der Viking-Profi.
Die Gastgeber wollen dem Bayern-Stürmer demnach möglichst wenig Raum geben und seine Stärken gezielt einschränken.
Lieber Kane als Haaland

Noch interessanter wurde es, als Falchener auf einen Vergleich zwischen Kane und Manchester-City-Star Erling Haaland angesprochen wurde.
Der Viking-Verteidiger machte deutlich, dass sich die beiden Weltklassestürmer in ihrer Spielweise erheblich unterscheiden.
„Das sind unterschiedliche Spielertypen. Haaland ist körperlich wahnsinnig groß, schnell und stark. Kane ist etwas technischer. Er lässt sich tiefer fallen und ist stärker ins Spiel eingebunden. Und er ist vor dem Tor auch ziemlich gefährlich“, analysierte Falchener.
Auf die Frage, welcher der beiden Angreifer für ihn persönlich der unangenehmere Gegenspieler wäre, legte sich der Norweger fest. „Ich persönlich finde, es würde mir besser liegen, gegen Kane anzutreten als gegen Haaland. Wenn Haaland den Turbo einschaltet, ist er weg.“
Damit sieht Falchener vor allem die enorme Geschwindigkeit und Physis seines Landsmanns als besondere Herausforderung.
Kane will auf dem Platz antworten
Für den Bayern-Stürmer dürften die Aussagen seines kommenden Gegenspielers zusätzliche Motivation sein. Kane hat in den vergangenen Jahren regelmäßig unter Beweis gestellt, dass er nicht nur als Vollstrecker, sondern auch als Vorbereiter eine entscheidende Rolle spielen kann.
Gerade seine Fähigkeit, sich ins Mittelfeld fallen zu lassen und Mitspieler in Szene zu setzen, macht ihn für gegnerische Abwehrreihen schwer ausrechenbar.
Viking Stavanger wird deshalb versuchen müssen, sowohl Kanes Abschlussqualitäten als auch seine Beteiligung am Münchner Kombinationsspiel einzuschränken.
Ob Falchener nach dem direkten Duell weiterhin von einem ziemlich gewöhnlichen Stürmer sprechen wird, dürfte sich am Dienstagabend zeigen.










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