Serge Gnabry wartet beim FC Bayern weiter auf mehr Einsatzzeit. Durch die Sperre von Michael Olise könnte sich seine Situation nun plötzlich verändern.
Serge Gnabry hatte sich seine Rückkehr beim FC Bayern vermutlich anders vorgestellt. Nach seiner langen Verletzungspause kommt der 31-Jährige bei den Münchnern bislang nur auf zwei Kurzeinsätze und insgesamt 36 Pflichtspielminuten. Beim 3:3 gegen Viking Stavanger blieb er sogar komplett auf der Bank.
Wie die BILD berichtet, soll Gnabry nach der Partie sichtlich enttäuscht gewesen sein und als erster Bayern-Profi in Richtung Mannschaftsbus gegangen sein. Ob sein Verhalten tatsächlich mit den Entscheidungen von Vincent Kompany zusammenhing, ist nicht bestätigt. Sportlich ist seine derzeitige Situation allerdings alles andere als zufriedenstellend.
Schon bald könnte sich für Gnabry jedoch eine neue Gelegenheit ergeben. Denn ausgerechnet vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Arsenal fällt Michael Olise aus. Der Franzose sah in Stavanger Gelb-Rot und ist damit für das Heimspiel am kommenden Mittwoch gesperrt.
Olise-Sperre öffnet Gnabry eine neue Tür
Damit muss Kompany seine Offensive gegen Arsenal ohnehin umbauen. Und Gnabry gehört gegen seinen ehemaligen Klub zu den naheliegenden Kandidaten, die dadurch wieder stärker in den Fokus rücken könnten.
Der Nationalspieler ist offensiv vielseitig einsetzbar, kann sowohl auf beiden Flügeln als auch zentral hinter Harry Kane spielen. Gerade diese Flexibilität könnte für Kompany wertvoll werden. Auch Lennart Karl oder Ismael Saibari kommen für Veränderungen in der Offensive infrage, doch Gnabry bringt deutlich mehr Erfahrung mit – nicht zuletzt in großen Champions-League-Spielen.
Hinzu kommt, dass der 31-Jährige in den vergangenen Wochen bereits wieder Spielpraxis gesammelt hat. Bei der deutschen Nationalmannschaft kam Gnabry in allen drei ersten Nations-League-Partien zum Einsatz und führte das DFB-Team beim 2:0 gegen Serbien sogar erstmals als Kapitän aufs Feld. Ein neuer medizinischer Rückschlag ist derzeit öffentlich nicht bekannt.

Dass Kompany Gnabry in Stavanger trotzdem nicht einsetzte, muss deshalb nicht zwangsläufig mit körperlichen Problemen zusammenhängen. Nach der langen Adduktorenverletzung dürfte die Belastungssteuerung weiterhin eine Rolle spielen. Einen konkreten medizinischen Grund für seine Nichtberücksichtigung gegen Viking gibt es bislang jedoch nicht.
Vor dem Arsenal-Spiel könnte die Situation nun eine andere sein. Olise gehört normalerweise zu den gesetzten Offensivkräften der Bayern und hat in dieser Saison bereits acht Tore und drei Vorlagen gesammelt. Sein Ausfall hinterlässt entsprechend eine Lücke.
Für Gnabry bietet sich damit möglicherweise genau die Chance, auf die er nach seiner langen Pause wartet. Bis zum Duell mit Arsenal steht zunächst noch das Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig an. Schon dort könnte sich zeigen, ob Kompany den zuletzt kaum eingesetzten Routinier nun wieder stärker aufbaut.











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