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Karl stößt an Grenzen: Bayern-Youngster muss weiter warten
FCBinsideFCBinside·VonSebastian Mittag

Karl stößt an Grenzen: Bayern-Youngster muss weiter warten

Lennart Karl sorgt beim DFB und mit seinem Marktwert für Schlagzeilen. Beim FC Bayern zeigt sich aber: Die Konkurrenz setzt ihm weiter Grenzen.

Lennart Karl gehört derzeit zu den meistdiskutierten Talenten des FC Bayern. Der 18-Jährige hat sich in kurzer Zeit enorm entwickelt, wird jetzt mit einem Marktwert von 60 Millionen Euro geführt und durfte sich auch bei der deutschen Nationalmannschaft zeigen.

Beim 0:0 gegen Griechenland stand Karl unter Jürgen Klopp sogar von Beginn an auf dem Platz und spielte 63 Minuten. Rund um den Youngster wächst damit die Erwartungshaltung – auch mit Blick auf seine Rolle beim FC Bayern.

Doch genau dort zeigt sich aktuell, wie hart der Konkurrenzkampf ist.

Beim 2:2 gegen den FC Augsburg kam Karl erst in der 87. Minute für Luis Díaz ins Spiel. Gerade der Spielverlauf machte diese Entscheidung interessant. Bayern lag früh zurück, tat sich lange schwer und brauchte im Verlauf der Partie neue offensive Impulse.

Vincent Kompany setzte zunächst aber auf andere Lösungen. In der 67. Minute kam Serge Gnabry für Ismael Saibari. Karl musste dagegen weiter warten und erhielt erst kurz vor Schluss seine Chance.

Bei Bayern ist die Hierarchie noch klar

Dass Karl erst so spät eingewechselt wurde, zeigt ziemlich deutlich, wo er in der aktuellen Bayern-Hierarchie steht. Zuletzt war der Marktwert des Youngsters auf 60 Millionen Euro gestiegen, gleichzeitig haben internationale Topklubs seine Entwicklung längst im Blick.

All das verschafft Karl viel Aufmerksamkeit – automatisch mehr Spielzeit bringt es ihm aber nicht.

Auf den offensiven Außenbahnen sind Michael Olise und Luis Díaz aktuell die erste Wahl. Dahinter stehen mit Gnabry und Ismael Saibari weitere etablierte Optionen bereit. Gerade Saibari hat zuletzt zusätzlich Argumente gesammelt und sowohl gegen Union Berlin als auch gegen Augsburg getroffen.

Für Karl bedeutet das: Selbst wenn er beim DFB bereits Startelfminuten bekommt, ist der Weg in die erste Elf des FC Bayern deutlich komplizierter.



Gerade Augsburg war dafür ein gutes Beispiel. Die Bayern brauchten nach einer schwachen ersten Hälfte mehr Tempo und Kreativität, trotzdem entschied sich Kompany zunächst gegen Karl. Das ist kein negatives Urteil über seine Entwicklung, aber ein klares Zeichen für die aktuelle Rangordnung.

Der 18-Jährige muss sich damit weiter gedulden. Sein Talent steht außer Frage, doch beim FC Bayern trifft er auf eine Offensive mit enormer Qualität und Erfahrung.

Die öffentliche Wahrnehmung und die sportliche Realität liegen deshalb derzeit noch etwas auseinander. Karl gilt längst als eines der spannendsten Talente seiner Altersklasse. Bei Kompany bleibt er aktuell aber vor allem eine Option für die Schlussphase.

Quelle: FCBinsideZum Original

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