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Heftige Kritik an Friedenspreis für Trump: FIFA-Mitglieder fordern Abschaffung
fussball-news.defussball-news.de·VonManuel Behlert

Heftige Kritik an Friedenspreis für Trump: FIFA-Mitglieder fordern Abschaffung

Donald Trump dürfte am Ende der einzige Politiker sein, der mit dem FIFA-Friedenspreis ausgezeichnet wird. Das wird klar, nachdem Gianni Infantino bei der Sitzung des FIFA-Rates am Donnerstag aufgefordert wurde, entweder tiefgreifende Änderungen vorzunehmen oder die umstrittene Auszeichnung ganz abzuschaffen.

Wie der Guardian erfahren hat, forderten mehrere Ratsmitglieder die Abschaffung des Preises. Während andere eine Entpolitisierung der Auszeichnung verlangten, setzte sich die Abschaffung als Maßnahme durch. Der FIFA-Ausschuss für soziale Verantwortung im Fußball soll vor der nächsten Ratssitzung am 16. Dezember in Doha eine solche Empfehlung aussprechen. Bleibt nur fraglich, ob das getan wird.

Infantino gab zu Beginn der Sitzung am Donnerstag bekannt, dass die Angelegenheit des Friedenspreises an den Ausschuss für soziale Verantwortung übergeben worden sei. Die Ratsmitglieder kamen später im Rahmen einer Reihe von Fragen zu möglichen Interessenkonflikten bei der FIFA auf das Thema zurück.

Infantino weiterhin unter Druck

Unter den Ratsmitgliedern herrscht die feste Überzeugung, dass der Friedenspreis in seiner derzeitigen Form durch die Verbindung zu Trump in Verruf geraten ist. Einige äußerten die Befürchtung, der US-Präsident könnte Einspruch erheben und einen diplomatischen Sturm auslösen, sollte ihm die Identität des nächsten Preisträgers nicht gefallen. Das wäre alles andere als ideal.

Gianni Infantino
Foto: Getty Images

Der 22-köpfige Ausschuss für soziale Verantwortung der FIFA wird von Vertretern aus Ländern dominiert, die Infantino treu ergeben sind. Das kann dazu führen, dass eine Abschaffung möglicherweise mit der Begründung vermieden wird, dies stelle eine Demütigung für den FIFA-Präsidenten dar, obwohl allgemein anerkannt ist, dass Veränderungen erforderlich sind. Trotzdem: Der Druck auf Infantino wächst.

Und er wächst kontinuierlich. Der FIFA-Boss hofft zwar auf eine erneute Wiederwahl, aber die Kritiker werden lauter. Auch auf der Sitzung gab es ordentlich Gegenwind. Gegenwind, der noch stärker ausfallen könnte. Es gibt noch einige Themen, die diskutiert werden müssen. Und Infantino steht unter Zugzwang, er muss sich rechtfertigen. Die Kommunikation rund um den Kongress verlief auch nicht reibungslos. Gerade die UEFA, federführend die FA, übt weiter Druck aus.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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