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Scharfe Kritik aus England: Infantino als FIFA-Präsident „nicht geeignet"
fussball-news.defussball-news.de·VonManuel Behlert

Scharfe Kritik aus England: Infantino als FIFA-Präsident „nicht geeignet"

Debbie Hewitt, die Vorsitzende des englischen Fußballverbands, hat Gianni Infantino mitgeteilt, er sei „nicht geeignet, FIFA-Präsident zu sein“, sollte er sich weiterhin weigern, nach den WM-Skandalen Erklärungen und Belege vorzulegen.

Während einer dreistündigen Sitzung des FIFA-Rats entschuldigte sich Infantino dafür, dass er seinen Plan zum Verkauf von Anteilen an Private-Equity-Fonds nicht kommuniziert hatte, konnte jedoch die jüngsten Bedenken der europäischen Fußballfunktionäre nicht ausräumen.

Hewitt gehörte zu denjenigen, die Infantino befragten, nachdem sie ihm einen Brief hatte zukommen lassen, in dem sie die Freigabe aller Dokumente im Zusammenhang mit seinem aufgegebenen Finanzierungsplan für die Weltmeisterschaft und der Entscheidung zur Aufhebung der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun während des Turniers im vergangenen Sommer forderte.

Infantino gerät immer schärfer in die Kritik

Als sie die Sitzung verließ, begrüßte sie eine erste Entschuldigung, zeigte sich jedoch bestürzt darüber, dass einige der Bemühungen um Transparenz seitens Infantino nicht erfüllt worden seien.

„Ich denke, dieser Mann muss diese Fragen beantworten. Und wenn er diese Fragen nicht beantwortet, dann ist er nicht geeignet, FIFA-Präsident zu sein. Und genau das wurde in der Sitzung zum Ausdruck gebracht“, erklärte sie gegenüber Reportern im FIFA-Hauptquartier in Zürich.

Gianni Infantino
Foto: IMAGO

Hewitt und andere Mitglieder des FIFA-Rates haben sich für eine unabhängige Überprüfung des geplanten Verkaufs der „FIFA Forward Enterprise“ (FFE) und der Balogun-Kontroverse eingesetzt. Ihre Forderungen wurden in einem Schreiben an den FIFA-Präsidenten und seinen Stellvertreter Mattias Grafström formell festgehalten.

Die Bedenken der Fußballwelt hinsichtlich Infantinos Verhaltens, zu dem auch die Verleihung eines Friedenspreises an Donald Trump gehörte, wurden bei dem Treffen deutlich zum Ausdruck gebracht. Eine Abschaffung des Preises gilt nun als Option. Zumindest sollte er entpolitisiert werden. Das ist aber nicht ganz einfach.

Die Haltung von Infantino bleibt derweil klar. Er will weiter im Amt bleiben und als FIFA-Boss auch weiterhin kandidieren. Deswegen geht es darum, ihm einen starken Gegenkandidaten hinzustellen. Und daran arbeiten die Verbände derzeit intensiv. Mehrere Namen sind im Gespräch, darunter Luis Figo und Arsene Wenger. Noch ist Zeit.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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